{"id":10358,"date":"2014-04-09T07:00:35","date_gmt":"2014-04-09T05:00:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mandat.de\/de\/?p=10358"},"modified":"2014-04-09T07:00:35","modified_gmt":"2014-04-09T05:00:35","slug":"ceo-tipp-des-monats-april-2014-die-unternehmensfuehrung-als-team-wirklich-notwendig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mandat.de\/de\/ceo-tipp-des-monats-april-2014-die-unternehmensfuehrung-als-team-wirklich-notwendig\/","title":{"rendered":"CEO-Tipp des Monats April 2014: Die Unternehmensf\u00fchrung als Team \u2013 wirklich notwendig?"},"content":{"rendered":"<p>Machen wir es kurz: die Antwort auf die obige Frage im Titel lautet \u201eNein!\u201c Dies war die Kurzversion dieses Beitrags.<\/p>\n<p>Nun zur Langversion: Der Begriff \u201eTeam\u201c ist vermutlich einer der am meisten strapazierten Begriffe, wenn es um Zusammenarbeit, Projekte, Interaktion geht. Das Strategieteam, dass Buchhaltungsteam, das Projektteam, wir alle sind ein Team, alle haben sich lieb. Abgesehen davon, dass die permanente \u00dcberdehnung des Begriffes \u201eTeam\u201c ganz und gar nicht dienlich ist, schl\u00e4gt der Begriff im Rahmen der Unternehmensf\u00fchrung mitunter ausgesprochen seltsame Kapriolen. So fordert mancher Management-Autor, dass die Unternehmensf\u00fchrung ein Team sein m\u00fcsse und sich auch als solches zu zeigen habe. Die Frage, die bisher nicht beantwortet wurde, lautet: Wozu?<\/p>\n<p>Ein Team ist eine kleine Gruppe von Menschen, die, oft zeitlich begrenzt, miteinander auf ein gemeinsames Ziel hinarbeiten und sich gegenseitig bei der Erreichung dieses Ziels unterst\u00fctzen. Dies ist zwar keine wissenschaftlich exakte und auch keine vollst\u00e4ndige Definition des Begriffs \u201eTeam\u201c, aber nehmen wir sie einmal als Arbeitsdefinition. Nun kann man argumentieren, dass gerade junge Unternehmen, die von zwei oder drei Menschen gegr\u00fcndet werden, in der Unternehmensf\u00fchrung einen hohen Teamcharakter aufweisen. Gr\u00fcndungen entstehen nicht selten aus privaten und freundschaftlichen Beziehungen heraus und gerade in der Anfangsphase solcher Start-Ups befindet sich in der Unternehmensf\u00fchrung durchaus ein Team.<\/p>\n<p>Soviel zur Ausnahme. Nun zur Regel: In der Regel sind Unternehmensf\u00fchrungen \u00fcber die Jahre hinweg gewachsen, nicht selten arbeitet ein CEO nur wenige Jahre mit den anderen Mitgliedern der Unternehmensf\u00fchrung zusammen. Mitunter ist es auch der CEO, der von einem Unternehmen zum anderen wechselt. In der Unternehmensspitze finden sich \u00fcblicherweise gereifte Charaktere, die bereits individuelle erfolgreiche Karrierepfade gegangen sind und klare Vorstellungen davon haben, was sie in dem Unternehmen, in der Unternehmensf\u00fchrung, gestalten wollen. Selbstverst\u00e4ndlich muss es Absprachen innerhalb der Unternehmensf\u00fchrung geben und selbstverst\u00e4ndlich schadet es auch nicht, wenn die einzelnen Mitglieder der Unternehmensf\u00fchrung ein Interesse daran haben, dass die jeweils anderen Mitglieder erfolgreich sind. H\u00e4ufig aber hat diese Sorge um den Erfolg des Anderen ihre Grenze \u2013 und dagegen ist auch nichts einzuwenden.<\/p>\n<p>Weder muss sich der CEO darum \u00fcberm\u00e4\u00dfig k\u00fcmmern, dass aus der Unternehmensf\u00fchrung ein Team wird, noch m\u00fcssen die anderen Mitglieder der Unternehmensf\u00fchrung hier \u00fcberm\u00e4\u00dfige Energie verschwenden. Viel wichtiger ist es, dass sich die Unternehmensf\u00fchrung auf eine gemeinsame Arbeitsweise verabredet, gemeinsame F\u00fchrungsprinzipien im Unternehmen lebt und daf\u00fcr Sorge tr\u00e4gt, dass verabredete Arbeitsresultate auch eingehalten werden. Wenn dies auf einem gemeinsamen Wertefundament ruht, ist dem erfolgreichen Arbeiten einer Unternehmensf\u00fchrung als \u201eArbeitsgruppe\u201c nichts in den Weg gestellt. Wenn es dem CEO gelingt, die Animosit\u00e4ten, die mitunter in Unternehmensf\u00fchrungs-Gremien vorzufinden sind, einzud\u00e4mmen, wenn es dem CEO \u00fcberdies gelingt, das Interesse an den Erfolgen der anderen Mitglieder der Unternehmensf\u00fchrung zu erh\u00f6hen, wenn es ihm auf diese Weise gelingt, die Energien in die richtige Richtung, n\u00e4mlich in Richtung Wachstum, zu richten, hat er einen guten Job gemacht. Klassisches Teambuilding auf Unternehmensf\u00fchrungs-Ebene ist meist weder n\u00f6tig, noch hilfreich.<\/p>\n<p>(c) 2014, <a href=\"http:\/\/www.mandat.de\/de\/menu\/ueberuns\/team\/prof-dr-guido-quelle\/\"> Prof. Dr. Guido Quelle<\/a>, Mandat Managementberatung GmbH, Dortmund, London, New York. ***<\/p>\n<p><em>Der CEO-Tipp des Monats ist Auszug aus dem monatlich erscheinenden Mandat Growthletter, der kostenfrei bezogen werden kann: <a title=\"Anmeldung Mandat Growthletter\" href=\"http:\/\/www.mandat.de\/de\/menu\/veroeffentlichungen\/mandat-growthletter\/mandat-growthletter-anmeldung\/\">Anmeldung<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Die aktuelle Ausgabe <a title=\"Mandat Growthletter laden\" href=\"http:\/\/www.mandat.de\/de\/menu\/veroeffentlichungen\/mandat-growthletter\/mandat-growthletter-aktuelle-ausgabe\/\">ist hier zum Download verf\u00fcgbar (PDF, ca. 3 MB) <\/a><\/em> ***<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Machen wir es kurz: die Antwort auf die obige Frage im Titel lautet \u201eNein!\u201c Dies war die Kurzversion dieses Beitrags. 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