{"id":11984,"date":"2015-02-04T07:00:58","date_gmt":"2015-02-04T06:00:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mandat.de\/de\/?p=11984"},"modified":"2015-02-04T07:00:58","modified_gmt":"2015-02-04T06:00:58","slug":"ceo-tipp-des-monats-februar-2015-wie-hoch-ist-der-sense-urgency-bei-ihnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mandat.de\/de\/ceo-tipp-des-monats-februar-2015-wie-hoch-ist-der-sense-urgency-bei-ihnen\/","title":{"rendered":"CEO-Tipp des Monats Februar 2015: Wie hoch ist der \u201eSense of Urgency\u201c bei Ihnen?"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.mandat.de\/de\/wp-content\/uploads\/CEO-Tipp-Logo.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"align left size-full wp-image-10476\" src=\"http:\/\/www.mandat.de\/de\/wp-content\/uploads\/CEO-Tipp-Logo.jpg\" alt=\"CEO-Tipp\" width=\"646\" height=\"280\" \/><\/a><br class=\"clear\"\/><br \/>\nVor einigen Wochen hatte ich ein sehr intensives Gespr\u00e4ch mit dem (\u00e4u\u00dferst erfolgreichen) CEO eines (\u00e4u\u00dferst erfolgreichen) Unternehmens. Das Unternehmen w\u00e4chst seit Jahren (wieder) kontinuierlich, die Wachstumsraten lie\u00dfen die k\u00fchnsten Erwartungen \u00fcbertreffen, die Internationalisierung des Unternehmens schritt und schreitet kontinuierlich voran, Produkte des Unternehmens sind den meisten L\u00e4ndern der Welt erh\u00e4ltlich, das Unternehmen verf\u00fcgt \u00fcber ein leistungsf\u00e4higes Management, die Strategie ist belastbar, eigentlich ist alles bestens.<\/p>\n<p>Alles bestens also? Nein, nicht alles, denn der CEO sp\u00fcrt in seinem Unternehmen eine gewisse Beh\u00e4bigkeit, eine gewisse Selbstzufriedenheit. Er sp\u00fcrt, dass im Unternehmen vielerorts die Annahme besteht, es ginge einfach immer so weiter. Dieser CEO l\u00e4sst sich von den IST-Zahlen nicht tr\u00fcgen. Er hat ein Gesp\u00fcr daf\u00fcr, dass, um das Wachstum fortzusetzen, mehr erforderlich ist, als ein schlichtes \u201eWeiter so!\u201c. Schlie\u00dflich ist man  nicht in der komfortablen Situation, sich in einem Verteilmarkt zu befinden, sondern das Unternehmen befindet sich in einem hochkompetitiven Umfeld mit Wettbewerbern, die sich mitnichten damit abfinden, dass unser hier besprochenes Unternehmen ihnen immer mehr Markt abnehmen will. Der CEO zweifelt an dem Willen, sich immer weiter zu strecken und er vermisst einen \u201eSense of Urgency\u201c, also das Gef\u00fchl der Dringlichkeit.<\/p>\n<p>Nun k\u00f6nnte man sagen, dass ein CEO immer ein solches Gef\u00fchl hat, ja haben muss, weil es ja \u201enie genug\u201c ist. Diese Erkl\u00e4rung w\u00e4re aber zu billig. Wir stellen in unserer Beratungspraxis immer wieder fest, dass der Stillstand, den viele Unternehmen beklagen, seine Ursachen nicht prim\u00e4r in der j\u00fcngeren Vergangenheit findet, sondern dass die Ursachen f\u00fcr jene Stillst\u00e4nde meist in der Zeit des vermeintlich anhaltenden Erfolgs zu finden sind. In den Zeiten, in denen Unternehmen stark wachsen, liegen also die Gr\u00fcnde daf\u00fcr, dass sich sp\u00e4ter dieses Wachstum abschw\u00e4cht und nicht selten sogar zum Stillstand kommt. Bedauerlicherweise ist die Ursache in vielen F\u00e4llen durch eine Unternehmensf\u00fchrung verst\u00e4rkt, die eben nicht \u00fcber das Gesp\u00fcr meines Gespr\u00e4chspartners verf\u00fcgt, verbunden mit dem unbedingten Willen, den mangelnden \u201eSense of Urgency\u201c nicht zu tolerieren.<\/p>\n<p>Erkl\u00e4rbar ist das Ph\u00e4nomen nat\u00fcrlich: Der Mensch ist auf das Optimieren seiner Selbst aus. Das Prinzip von Lust (Erfolg genie\u00dfen) und Unlust (die M\u00fche auf sich nehmen, den Erfolg weiter auszubauen) ist real. Wenn sich eine kritische Masse bildet, ist man sich auch schnell einig: Das wird schon. Da haben es diejenigen, die darauf hinweisen, dass es weder eine Erfolgsgarantie gibt, noch dass Erfolg eine statische Gr\u00f6\u00dfe ist, schwer. Es wird einfach angenommen, dass, wenn man so weitermacht wie bisher, der Erfolg auch so sein wird, wie bisher. Das ist eine gef\u00e4hrliche, falsche, lineare Annahme. Selbst um aktuellen Erfolg zu halten, muss Wachstum eintreten. Das wird von vielen Menschen gern vergessen. Wenn dann noch die Annahme hinzukommt, dass man Erfolg einfach linear fortschreiben k\u00f6nne, ist die Stagnation nicht mehr weit entfernt.<\/p>\n<p>Meiner Sch\u00e4tzung zufolge sind 60 bis 70 Prozent unserer Projekte in den letzten 25 Jahren Projekte zum Aufwecken von Unternehmen und Organisationen, stets getrieben durch einen aktiven CEO, gewesen, mit dem Erfolg, diese Unternehmen wieder zum Wachsen zu bringen. Ich glaube auch nicht, dass sich diese Relation deutlich \u00e4ndern wird. Unsere Auftraggeber sind eben aktive Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer, Vorst\u00e4nde, Unternehmer, die sich mit einem Stillstand nicht abfinden, auch nicht mit einem drohenden Stillstand.<br \/>\nWie hoch ist bei Ihnen der \u201eSense of Urgency\u201c? <\/p>\n<p>\u00a9 2015, <a href=\"http:\/\/www.mandat.de\/de\/menu\/ueberuns\/team\/prof-dr-guido-quelle\/\"> Prof. Dr. Guido Quelle<\/a>, Mandat Managementberatung GmbH, Dortmund, London, New York. ***<\/p>\n<p><em>Der CEO-Tipp des Monats ist Auszug aus dem monatlich erscheinenden Mandat Growthletter\u00ae, der kostenfrei bezogen werden kann: <a title=\"Anmeldung Mandat Growthletter\" href=\"http:\/\/www.mandat.de\/de\/menu\/veroeffentlichungen\/mandat-growthletter\/mandat-growthletter-anmeldung\/\">Anmeldung<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Die aktuelle Ausgabe <a title=\"Mandat Growthletter\u00ae laden\" href=\"http:\/\/www.mandat.de\/de\/menu\/veroeffentlichungen\/mandat-growthletter\/aktuelle-ausgabe\/\">ist hier zum Download verf\u00fcgbar (PDF, ca. 2 MB) <\/a><\/em> ***<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einigen Wochen hatte ich ein sehr intensives Gespr\u00e4ch mit dem (\u00e4u\u00dferst erfolgreichen) CEO eines (\u00e4u\u00dferst erfolgreichen) Unternehmens. 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