{"id":15872,"date":"2017-10-06T09:00:38","date_gmt":"2017-10-06T07:00:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mandat.de\/de\/?p=15872"},"modified":"2017-10-06T09:00:38","modified_gmt":"2017-10-06T07:00:38","slug":"ceo-tipp-des-monats-oktober-2017-lauter-zu-werden-lohnt-sich-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mandat.de\/de\/ceo-tipp-des-monats-oktober-2017-lauter-zu-werden-lohnt-sich-nicht\/","title":{"rendered":"CEO-Tipp des Monats Oktober 2017: Lauter zu werden lohnt sich nicht"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.mandat.de\/de\/wp-content\/uploads\/CEO-Tipp-Logo.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"align left size-full wp-image-10476\" src=\"http:\/\/www.mandat.de\/de\/wp-content\/uploads\/CEO-Tipp-Logo.jpg\" alt=\"CEO-Tipp\" width=\"646\" height=\"280\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Vor einigen Wochen sagte mir jemand, er erlebe, dass wir in einer \u201eu\u0308bererregten Aufmerksamkeitsgesellschaft\u201c leben. Den Begriff empfand ich mehr als passend, denn an allen beliebigen Stellen buhlen irgendwelche Menschen, Produkte, Waren, Dienstleistungen um unsere Aufmerksamkeit. Likes und Follower werden zu einem Statussymbol, das selbst vor vermeintlich hochgebildeten Menschen nicht Halt macht. So hatte ich vor kurzem eine Kolumne eines bekannten Experten in einem ebenso bekannten Magazin gelesen und sie hat mir gefallen. Das war au\u00dfergew\u00f6hnlich, denn u\u0308blicherweise teile ich die Ansichten dieses Experten nicht. Also schrieb ich auf Twitter, dass es \u201eendlich\u201c eine lesenswerte Kolumne von @&#8230; (Name des Experten) gab. Das war ein Test. Die Reaktion lie\u00df nicht lange auf sich warten. Der \u201eExperte\u201c bedankte sich mit den Worten \u201eDanke Herr Lehrer\u201c und empfahl mir mehr Aktivit\u00e4t auf Twitter, dann wu\u0308rde es auch mehr Follower geben. Ich antwortete, froh zu sein, keine Twitter-Follower jagen zu mu\u0308ssen und staunte nicht schlecht. Willkommen, in der u\u0308bererregten Aufmerksamkeitsgesellschaft.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Nun ist angesichts der vermutlich weiter sinkenden Aufmerksamkeitsspannen von uns allen die Frage relevant, wie wichtige Botschaften erstens u\u0308berhaupt platziert und zweitens wirksam platziert werden k\u00f6nnen, und hier interessieren uns vor allem diejenigen Botschaften, die fu\u0308r unsere Klienten relevant sind: Interne Wachstumsbotschaften an die Mannschaft und externe Marktbotschaften an die Kunden. Eines erscheint klar: Ein lauteres Auftreten \u2013 hier im Sinne von immer \u00f6fter, immer schriller \u2013 erscheint wenig geeignet, denn andere werden gleichziehen, und wenn alle lauter werden und am Ende alle gleich laut sind, kann man wieder keine Botschaft differenzieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Wir mu\u0308ssen wieder auf die Basis der Kommunikation zuru\u0308ckkommen, wollen wir interne Ver\u00e4nderungsprozesse in Gang bringen oder in Gang halten, wollen wir Kunden davon u\u0308berzeugen, dass unsere Produkte und Leistungen exakt diejenigen sind, die ben\u00f6tigt werden. Wir mu\u0308ssen \u201ehinten\u201c beginnen: Beim Adressaten.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Was lapidar und gleicherma\u00dfen logisch klingt, wird in der Wirklichkeit nicht konsequent umgesetzt. Stattdessen erleben wir, dass gro\u00dfe Ansammlungen von Botschaften gesendet werden, sei es bei internen Pr\u00e4sentationen, auf Strategieforen, in Seminaren, in der Werbung, bei Kundenveranstaltungen oder auch im 1:1-Kundengespr\u00e4ch, ohne dass man sich offenkundig wirksam auf den Gegenu\u0308ber eingestellt h\u00e4tte. Wie aber soll ein Adressat aufmerksam werden, wenn er augenscheinlich gar nicht angesprochen wird, wenn er nur das h\u00f6rt, was der Sender loswerden m\u00f6chte, wenn er nicht einbezogen wird, wenn er nicht abgeholt wird, wenn er den Nutzen nicht erkennt?<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ich bin sicher, dass enorm viel Geld und \u2013 viel wichtiger \u2013 viel Zeit gespart werden k\u00f6nnte, wenn sich diejenigen, die eine Pr\u00e4sentation, einen Vortrag, ein Gespr\u00e4ch vorbereiten oder diejenigen, die so vermeintlich geniale Werbung und Kundenansprache konzipieren, Gedanken u\u0308ber die tats\u00e4chlichen Bedu\u0308rfnisse ihrer Gegenu\u0308ber machen wu\u0308rden, auch wenn es schmerzt. Sicher, die Vorbereitung dauert l\u00e4nger, aber die Wirkung ist gr\u00f6\u00dfer. Es macht keinen Sinn, in einem boomenden Unternehmen mehr Leistung zu fordern, wenn Mitarbeiter daru\u0308ber nachdenken, wie sie angesichts ihres immensen Arbeitsaufkommens ihre Familie zusammenhalten. Es macht keinen Sinn, in einem Turnaround u\u0308ber die blu\u0308hende Zukunft des Unternehmens zu reden, wenn erst einmal unklar ist, wer an Bord bleibt. Und es macht keinen Sinn, Kunden etwas aufzuschwatzen, was diese als Zeitverschwendung empfinden, weil sie wissen wollen, wie sie ihr Gesch\u00e4ft besser fu\u0308hren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Sie wollen Aufmerksamkeit? Konzentrieren Sie sich auf Ihren Gegenu\u0308ber. Klingt einfach, ist es aber nicht.<\/p>\n<p>\u00a9 2017, <a href=\"http:\/\/www.mandat.de\/de\/menu\/ueberuns\/team\/prof-dr-guido-quelle\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"> Prof. Dr. Guido Quelle<\/a>, Mandat Managementberatung GmbH, Dortmund, London, New York. ***<br \/>\n\u00a9 Bild: www.fotolia.com \u2013 yoki5270<br \/>\n<em>Der CEO-Tipp des Monats ist Auszug aus dem monatlich erscheinenden Mandat Growthletter\u00ae, der kostenfrei bezogen werden kann: <a title=\"Anmeldung Mandat Growthletter\" href=\"http:\/\/www.mandat.de\/de\/menu\/veroeffentlichungen\/mandat-growthletter\/mandat-growthletter-anmeldung\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Anmeldung<\/a><\/em><br \/>\n<em>Die aktuelle Ausgabe <a title=\"Mandat Growthletter\u00ae laden\" href=\"http:\/\/www.mandat.de\/de\/menu\/veroeffentlichungen\/mandat-growthletter\/aktuelle-ausgabe\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ist hier zum Download verf\u00fcgbar (PDF, ca. 2 MB) <\/a><\/em> ***<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor einigen Wochen sagte mir jemand, er erlebe, dass wir in einer \u201eu\u0308bererregten Aufmerksamkeitsgesellschaft\u201c leben. 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