{"id":21836,"date":"2020-04-02T09:00:25","date_gmt":"2020-04-02T07:00:25","guid":{"rendered":"https:\/\/mandat.de\/de\/?p=21836"},"modified":"2020-04-23T09:30:21","modified_gmt":"2020-04-23T07:30:21","slug":"wachstum-und-technologie-ein-interview-mit-dr-gero-presser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mandat.de\/de\/wachstum-und-technologie-ein-interview-mit-dr-gero-presser\/","title":{"rendered":"Wachstum und Technologie \u2013 Ein Interview mit Dr. Gero Presser"},"content":{"rendered":"<h3>Wachstum und Technologie \u2013 Ein Interview mit Dr. Gero Presser<\/h3>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"wp-image-21837 size-medium alignleft\" src=\"https:\/\/mandat.de\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Foto-Dr-Gero-Presser-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/mandat.de\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Foto-Dr-Gero-Presser-300x300.jpg 300w, https:\/\/mandat.de\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Foto-Dr-Gero-Presser-1030x1030.jpg 1030w, https:\/\/mandat.de\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Foto-Dr-Gero-Presser-80x80.jpg 80w, https:\/\/mandat.de\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Foto-Dr-Gero-Presser-768x768.jpg 768w, https:\/\/mandat.de\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Foto-Dr-Gero-Presser-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/mandat.de\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Foto-Dr-Gero-Presser-36x36.jpg 36w, https:\/\/mandat.de\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Foto-Dr-Gero-Presser-180x180.jpg 180w, https:\/\/mandat.de\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Foto-Dr-Gero-Presser-1500x1500.jpg 1500w, https:\/\/mandat.de\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Foto-Dr-Gero-Presser-705x705.jpg 705w, https:\/\/mandat.de\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Foto-Dr-Gero-Presser-120x120.jpg 120w, https:\/\/mandat.de\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Foto-Dr-Gero-Presser-450x450.jpg 450w, https:\/\/mandat.de\/de\/wp-content\/uploads\/2020\/04\/Foto-Dr-Gero-Presser.jpg 1995w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><strong>Mandat: Was ist Ihre zentrale Kernerkenntnis aktuell: Was empfehlen Sie insbesondere dem gehobenen Mittelstand zu tun? Wo gilt es auf- oder umzur\u00fcsten?<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dr. Gero Presser: <\/strong>Wir unterst\u00fctzen eine Reihe von Konzernen und mittelst\u00e4ndischen Unternehmen und Organisationen im deutschsprachigen Raum bei IT-Projekten, vornehmlich zu Data &amp; Analytics sowie individuellen L\u00f6sungen. Vor diesem Hintergrund ist eine zentrale Erkenntnis, dass der Umzug in die Cloud eine echte Z\u00e4sur darstellt und an den Fundamenten der IT-Infrastruktur wackelt. Auf den ersten Blick mag man denken, dass sich nur der Ort \u00e4ndert, an dem die Server stehen auf denen Anwendungen laufen. Schaut man genauer hin, merkt man, dass in der Cloud geborene Anwendungen einen viel tiefgreifenderen Wandel bedeuten: angefangen vom Entwicklungsparadigma \u00fcber das Produktmanagement bis hin zu Verbesserungszyklen und der Skalierbarkeit \u00e4ndert sich alles.<\/p>\n<p>Wichtig ist dies vor allem vor dem Hintergrund, dass auch in traditionellen Branchen die Produkte immer h\u00e4ufiger um digitale Zwillinge oder digitale Erg\u00e4nzungsprodukte angereichert werden und wir gleichzeitig in Deutschland tendenziell der Cloud lange Zeit eher skeptisch gegen\u00fcberstanden. Mir scheint wichtig, dass wir den Anschluss behalten und verstehen, welchen fundamentalen Unterschied die Cloud mit sich bringt.<\/p>\n<p><strong>Mandat: Was geht heute, was noch vor wenigen Jahren nicht m\u00f6glich war? Wie hilft IT dabei Verschwendung zu reduzieren?<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dr. Gero Presser: <\/strong>Lassen Sie mich dies anhand eines Beispiels aus der Cloud illustrieren, um den Bezug zu meiner ersten Antwort herzustellen.<\/p>\n<p>Viele werden sich noch an den \u201eBig Data Hype\u201c erinnern. Hier sind viele gro\u00dfe Organisationen aufgesprungen und haben sogenannte Hadoop-Cluster aufgesetzt, letztlich Ansammlungen von Computern, die mit Hilfe von spezifischer Software hervorragend f\u00fcr die parallele Bearbeitung gro\u00dfer Datenmengen geeignet sind.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich ist kaum eine solche Umgebung \u201elive\u201c gegangen, kaum ein Anwendungsfall hat es von dem prototypischen Zustand in den Realbetrieb geschafft. Zun\u00e4chst wurden die M\u00f6glichkeiten \u00fcbersch\u00e4tzt, die Herausforderungen untersch\u00e4tzt und letztlich haben sich die Investitionen in die eigene Infrastruktur nicht ausgezahlt.<\/p>\n<p>Heute ist die Situation fundamental anders. Kaum eine Organisation w\u00fcrde diese Art Infrastruktur noch selbst aufsetzen, die allermeisten Unternehmen verwenden fertige Big Data L\u00f6sungen aus der Cloud. Neben der erheblich besseren Zug\u00e4nglichkeit und kontinuierlichen Verbesserung skalieren diese L\u00f6sungen nach Bedarf: sie bezahlen f\u00fcr die Speichermengen und Prozessorleistung, die sie ben\u00f6tigen und k\u00f6nnen dies auch dynamisch dimensionieren.<\/p>\n<p>Sollten Sie zum Beispiel kurzfristig ein komplexes, k\u00fcnstliches Neuronales Netzwerk trainieren wollen, k\u00f6nnen Sie f\u00fcr diesen Zeitraum auf fast unendliche Rechenkapazit\u00e4ten zugreifen und den Vorgang entsprechend beschleunigen. Ist das Netzwerk trainiert, endet diese Bedarfsspitze und entsprechend sinken die Kosten.<\/p>\n<p>Ein wenig vergleichbar ist dies mit einem Stromanschluss und der Abrechnung nach Verbrauch. Unternehmen m\u00fcssen die Kapazit\u00e4ten eigener IT-Infrastruktur nicht an schwierig zu planenden Lastspitzen ausrichten sondern konsumieren Rechenleistung und Speicherplatz gem\u00e4\u00df des jeweiligen Bedarfs.<\/p>\n<p>Letztlich reduziert dies die Verschwendung: Durch das Pooling der Bedarfe gleichen sich Spitzen wechselseitig aus und der Gesamtbedarf ist geringer als die Summe der (an den individuellen Spitzen ausgerichteten) Einzelbedarfe. Zudem sind die gro\u00dfen Cloud-Anbieter aufgrund des klaren Fokus und von Skalierungseffekten extrem effizient im Betrieb ihrer Ressourcen, was letztlich ebenfalls die Verschwendung reduziert.<\/p>\n<p><strong>Mandat: <\/strong><strong>Was bedeutet intelligentes Wachstum f\u00fcr Sie?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dr. Gero Presser: <\/strong>Im ersten Moment f\u00e4llt mir Nachhaltigkeit ein, also nachhaltiges Wachstum als intelligentes Wachstum. Allerdings w\u00fcrde ich es auf den zweiten Blick gerne etwas verallgemeinern: Aus meiner Sicht ist Wachstum intelligent, wenn man mit dem Wachstum einen realistischen Plan verfolgt, um Nachhaltigkeit zu erreichen. Diese Verallgemeinerung scheint mir wichtig, da es auf dem Wachstumskurs auch Etappen gibt, die unangenehm und kurzfristig betrachtet sogar ggf. nicht nachhaltig sind, aber einem gr\u00f6\u00dferen Ziel dienen.<\/p>\n<p>Auf Unternehmen gem\u00fcnzt, hat man viele Beispiele von mutigen Startups gesehen, die \u00fcber viele Jahre hinweg stark gewachsen sind und erst ab einer kritischen Masse wirklich ein nachhaltiges und letztlich profitables Gesch\u00e4ft erreicht haben.<\/p>\n<p><strong>Mandat: Was hat Sie bewogen QuinScape zu gr\u00fcnden?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dr. Gero Presser:<\/strong>\u00a0Wir haben QuinScape 2001 gegr\u00fcndet mit dem Ziel, unser Arbeitsumfeld und das Miteinander aktiv zu gestalten und nach unseren W\u00fcnschen zu pr\u00e4gen. Schon vergleichsweise fr\u00fch haben wir auf eine Kultur gesetzt, die neben Kompetenz auch uns am Herzen liegende Werte wie Loyalit\u00e4t, Offenheit und Freude in den Vordergrund r\u00fcckt.<\/p>\n<p>Wenn alles gut l\u00e4uft, sagen Kunden nach Projekten mit uns, dass alle Projektziele erreicht wurden, das Ganze vor allem aber auch noch als i-T\u00fcpfelchen Spa\u00df gemacht hat. Nat\u00fcrlich f\u00e4rbt das auch auf uns alle ab, unser Ziel ist, Freude an unserer T\u00e4tigkeit und dem Miteinander mit den Kollegen zu haben.<\/p>\n<p>Diese Werte und Kultur sind tats\u00e4chlich weitaus stabiler geblieben als die konkreten Dinge, die wir tun \u2013 wir haben unseren Fokus sukzessive von reiner Java-Individualentwicklung auf das Thema Data &amp; Analytics verschoben. Technik lernen wir vergleichsweise schnell und k\u00f6nnen uns anpassen, die Kultur ist hingegen \u00fcber die ganze Zeit konstant geblieben und \u00e4ndert sich nur marginal, zum Beispiel um auf mittlerweile 175 Mitarbeiter zu \u201eskalieren\u201c.<\/p>\n<p><strong>Mandat: Was ist Ihnen das wichtigste f\u00fcr die F\u00fchrung Ihres Unternehmens?<\/strong><\/p>\n<p><strong>Dr. Gero Presser:<\/strong> Uns ist wichtig, diese Kultur auch in unserer n\u00e4chsten Wachstumsphase beim Aufbau einer Gruppe zu bewahren.<\/p>\n<p><em><strong>Dr. Gero Presser<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>Bei QuinScape verantwortet Gero Presser das Projekt- und Consultinggesch\u00e4ft rund um die Themen Reporting &amp; Analytics (TIBCO Jaspersoft\/Spotfire), Big Data &amp; Integration (Talend) sowie Digital Workplace (Intrexx). Zugleich ist der zweifache Familienvater und begeisterte, wenn auch viel zu seltene Skifahrer ein Blockchain Enthusiast erster Stunde und Social Media-Vorreiter: Dort steht er im aktiven Austausch mit \u00fcber 10.000 Menschen aus dem global vernetzten IT-Bereich zu innovativen Themen und Entwicklungen.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wachstum und Technologie \u2013 Ein Interview mit Dr. Gero Presser &nbsp; Mandat: Was ist Ihre zentrale Kernerkenntnis aktuell: Was empfehlen Sie insbesondere dem gehobenen Mittelstand zu tun? Wo gilt es auf- oder umzur\u00fcsten? 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