{"id":32808,"date":"2025-06-23T07:00:55","date_gmt":"2025-06-23T05:00:55","guid":{"rendered":"https:\/\/mandat.de\/de\/?p=32808"},"modified":"2025-06-20T10:15:23","modified_gmt":"2025-06-20T08:15:23","slug":"mandat-wachstums-wochenstart-nr-687","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mandat.de\/de\/mandat-wachstums-wochenstart-nr-687\/","title":{"rendered":"Mandat Wachstums Wochenstart Nr. 687: Perfektionieren oder revolutionieren?"},"content":{"rendered":"<p>Im sehr empfehlenswerten Digital-Newsletter der FAZ stie\u00df ich k\u00fcrzlich auf einen Satz, der diesem Wochenstart den Spin gibt. Doch der Reihe nach: Es ging im Kern darum, welche KI-Pl\u00e4ne und -Erfolge einige der gro\u00dfen Mitspieler im Markt haben. Gelobt wurden zum Beispiel Google, Microsoft und openAI. Wussten Sie \u00fcbrigens, dass openAI mit ChatGPT einen j\u00e4hrlich wiederkehrenden Umsatz (ARR, Annual Recurring Revenue, das ist eine der wesentlichen Messgr\u00f6\u00dfen bei SaaS-Unternehmen) von 10 Milliarden Dollar verzeichnet? Nicht schlecht f\u00fcr ein Unternehmen, das vor einigen Jahren noch gar keinen Umsatz machte, oder?<\/p>\n<p>In der Beurteilung der KI-Entwicklungen kam ein Unternehmen besonders schlecht weg, n\u00e4mlich Apple. Zitat aus dem Newsletter: \u201eDie Zweifel wachsen, ob Apples vorsichtige Strategie, KI mit kleinem Budget selbst zu entwickeln, aufgeht. In einem Markt, dessen Halbwertszeit auf sechs Monate geschrumpft ist, wirkt diese Vorsicht gef\u00e4hrlich: Wer lediglich perfektioniert, w\u00e4hrend andere revolutionieren, riskiert den Abstieg in die zweite Liga der KI-\u00d6konomie.\u201c<\/p>\n<p>\u201eWer lediglich perfektioniert, w\u00e4hrend andere revolutionieren, riskiert den Abstieg \u2026\u201c Dieser Satz hat mich nachdenklich gemacht. Er trifft n\u00e4mlich weitaus nicht nur auf die rasante, schnelllebige KI-Wirtschaft zu, nein, er trifft in allen Gesch\u00e4ftsmodellen zu. Der einzige Unterschied ist die Geschwindigkeit der \u201eRevolution\u201c. Wachstum kann nicht von permanenter Optimierung, Kleinverbesserung, Perfektionierung allein leben. Ja, es bedarf auch der Verbesserung des Bestehenden, aber f\u00fcr gesundes profitables Wachstum bedarf es unserer \u00dcberzeugung und Erfahrung zufolge auch der \u201eRevolution\u201c, im metaphorischen Sinn.<\/p>\n<p>Manchmal m\u00fcssen Gesch\u00e4ftsbereiche weg, andere vielleicht hinzu. Manchmal geh\u00f6ren Prozesse nicht optimiert, sondern ausgelagert oder abgeschafft. Produkte? Wann haben Sie Ihre Produktpalette zuletzt hinterfragt? Unserer Erfahrung zufolge kann in den meisten Unternehmen ein Viertel bis ein Drittel der Produkte ersatzlos entfallen, mit positiver Wirkung, nicht nur auf die Kosten, sondern auf den Umsatz. Das sind kleine \u201eRevolutionen\u201c in bestehenden M\u00e4rkten.<\/p>\n<p>Mit einem unserer Klientenunternehmen haben wir gemeinsam in einer sehr intensiven strategischen Arbeit unter anderem herausgearbeitet, dass das Stammprodukt dieses Unternehmens, das allererste Produkt, k\u00fcnftig nicht mehr angeboten wird. Mit den gesch\u00e4ftsf\u00fchrenden Gesellschaftern eines anderen Familienunternehmens haben wir seinerzeit erkannt, dass einer von zwei Sortimentsbereichen ersatzlos entfallen wird. Projekt geplant, umgesetzt. Gesagt, getan. Das ist auch \u201eRevolution\u201c, im positivsten Sinne. Das sei nur Optimierung, meinen Sie? Nun, fragen Sie die Mitarbeiter und die Kunden, die sehen das n\u00e4mlich ganz anders.<\/p>\n<p>Revolutionieren oder perfektionieren? Alles zu seiner Zeit, nat\u00fcrlich. Aber das reine Feintuning bringt uns nicht weiter. In der KI-Wirtschaft sicher nicht, da ist man angesichts der Geschwindigkeit der Entwicklung auch stets sensibilisiert, in der \u201etraditionellen\u201c Wirtschaft aber auch nicht. Die Balance zu halten zwischen dem Bewahren, dem Verbessern, dem Verwerfen und dem Erneuern, das ist die eigentliche Kunst bei der Gestaltung des Wettbewerbsvorteils.<\/p>\n<p>Bewahren, verbessern, verwerfen, erneuern: Wie gut sind Sie in diesen Feldern balanciert?<\/p>\n<p>Auf eine gute Woche!<\/p>\n<p>Ihr und Euer<br \/>\nGuido Quelle<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im sehr empfehlenswerten Digital-Newsletter der FAZ stie\u00df ich k\u00fcrzlich auf einen Satz, der diesem Wochenstart den Spin gibt. Doch der Reihe nach: Es ging im Kern darum, welche KI-Pl\u00e4ne und -Erfolge einige der gro\u00dfen Mitspieler im Markt haben. Gelobt wurden zum Beispiel Google, Microsoft und openAI. 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