{"id":3706,"date":"2011-08-27T02:09:54","date_gmt":"2011-08-27T00:09:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mandat.de\/de\/?p=3706"},"modified":"2011-08-27T02:09:54","modified_gmt":"2011-08-27T00:09:54","slug":"die-it-als-wachstumsbremse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mandat.de\/de\/die-it-als-wachstumsbremse\/","title":{"rendered":"Die IT als Wachstumsbremse?"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Die IT brauchen wir dazu gar nicht zu fragen &#8211; die sagen uns, dass die Programmierung dieser Auswertung zwei Jahre dauert&#8220;. Diese Aussage h\u00f6ren wir in dieser oder anderer Qualit\u00e4t immer wieder, insbesondere von Produktverantwortlichen und Vertriebsverantwortlichen; So auch in dieser Woche wieder mindestens einmal. <\/p>\n<p>Sei es eine Auswertung, ein &#8222;kleines&#8220; Skript, eine \u00c4nderung einer Maske oder die grundlegende Abildung eines neuen Prozesses in der IT des Unternehmens: Die Abteilung &#8222;Informationstechnologie&#8220; (ersatzweise auch &#8222;EDV&#8220; genannt) bekommt in der Regel keine guten Noten von ihren internen Kunden.<\/p>\n<p><b>Ein Dilemma &#8211; aber ein bekanntes Dilemma<\/b><\/p>\n<p>Sicher, der IT geht es wie der Logistik: In beiden Bereichen wird 100%-ige Verf\u00fcgbarkeit und Performance vorausgesetzt. Wenn etwas schiefgeht, gibt es \u00c4rger und heftige Proteste, wenn es gut l\u00e4uft, ist das selbstverst\u00e4ndlich. Ja, das ist ein Dilemma. Aber: Jeder, der in der IT oder in der Logistik (erg\u00e4nzen Sie hier weitere Servicebereiche und interne Dienstleistungen) arbeitet, wei\u00df das. Also: Kein Grund zur Klage.<\/p>\n<p><b>Der Vorwurf<\/b><\/p>\n<p>Der Vorwurf, den die IT sich immer wieder anh\u00f6ren muss, ist, dass sie zu langsam ist. Man k\u00f6nne &#8211; so die operativ Verantwortlichen &#8211; nicht &#8222;mal eben schnell&#8220; etwas \u00e4ndern, immer m\u00fcsse ein Change Request angefordert werden &#8211; oder wie auch immer die entsprechende \u00c4nderungsanforderung im jeweiligen Unternehmen hei\u00dfen mag. Danach geht alles seinen Verwaltungsweg und man bekommt wenn man Gl\u00fcck hat irgendwann Bescheid, dass die \u00c4nderung vorgenommen wird. Durchlaufzeit? Mindestens drei Monate. Bestenfalls. Schlechtestenfalls bekommt man eine Ablehnung. Nein, richtig ist: schlechtestenfalls h\u00f6rt man gar nichts. <\/p>\n<p><b>Wer setzt eigentlich die Priorit\u00e4ten?<\/b><\/p>\n<p>In manchen Unternehmen kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die IT die Priorit\u00e4ten f\u00fcr bestimmte \u00c4ndeurngen selbst setzt. In vielen Unternehmen spielen \u00fcberdies die pers\u00f6nlichen Beziehungen zu den IT-Verantwortlichen eine nicht unwesentliche Rolle, um auf der Liste der wichtigen Change Requests ein paar Spr\u00fcnge nach oben zu machen. Verscherzen wir es uns mit dem IT-Chef besser &#8218;mal nicht &#8230;<\/p>\n<p>All das habe ich pers\u00f6nlich h\u00e4ufig beobachtet und ich wei\u00df, dass diese Situation sich bei weitem nicht als Einzelfall darstellt. Aber &#8211; und das ist ein wesentliches &#8222;Aber&#8220;: In allen Unternehmen, in denen die Unternehmensf\u00fchrung eng mit der IT zusammenarbeitet, sie in die Strategie und die IT-spezifischen Implikationen einbezieht, in den Unternehmen, in denen sich das Management nicht von der IT die Butter vom Brot nehmen l\u00e4sst, ist die IT auch auf der Spur. Leistungsvereinbarungen werden geschlossen, nachvollzogen und justiert, es existieren klare Regeln f\u00fcr Change Requests, es werden eindeutige Priorit\u00e4ten vergeben und das wachstumstr\u00e4chtige Gesch\u00e4ft hat Vorrang vor internen administrativen Prozessen. So einfach geht das.<\/p>\n<p><b>So einfach?<\/b><\/p>\n<p>Jawohl: Einfach. Und dennoch tun sich manche Unternehmensf\u00fchrer immer noch schwer damit, die IT statt als potenzielle Wachstumsbremse als Wachstumsunterst\u00fctzer einzusetzen. Das Unangenehme daran: Der Vorstand, die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung muss sich einerseits mit dem Gro\u00dfen (&#8222;Strategie&#8220;), andererseits auch mit dem Kleinen (&#8222;Einbindung der IT&#8220;) besch\u00e4ftigen und damit auch in manchen einzelnen Prozess abtauchen. Wird das gewollt, wird die IT entsprechend eingephast und stehen die finanziellen Mittel bereit, dann steht einer Wachstumsunterst\u00fctzung nichts mehr im Wege.<\/p>\n<p><b>Trotzdem: &#8222;Zwei Jahre&#8220;?<\/b><\/p>\n<p>Wenn Ihre IT-Abteilung dann allerdings bei Ihren operativen Einheiten immer noch den berechtigten Ruf hat, nicht voran zu kommen und ihre eigene Agenda zu verfolgen, fordern Sie noch ein einziges Mal Ihren IT-Chef heraus. Wenn&#8217;s dann nicht klappt, lagern Sie die ganze Einheit aus. Konsequent. <\/p>\n<p>Dienstleistung kommt von &#8222;Dienen&#8220; und &#8222;Leisten&#8220;. Und eine Wachstumsbremse wollen Sie sich eben nicht &#8222;leisten&#8220;.<\/p>\n<p>Ihr <a href=\"\/menu\/ueberuns\/team\/prof-dr-guido-quelle\/\">Guido Quelle<\/a><\/p>\n<p>(c) 2011, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbH  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Die IT brauchen wir dazu gar nicht zu fragen &#8211; die sagen uns, dass die Programmierung dieser Auswertung zwei Jahre dauert&#8220;. Diese Aussage h\u00f6ren wir in dieser oder anderer Qualit\u00e4t immer wieder, insbesondere von Produktverantwortlichen und Vertriebsverantwortlichen; So auch in dieser Woche wieder mindestens einmal. 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