{"id":4113,"date":"2011-10-21T13:24:06","date_gmt":"2011-10-21T11:24:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mandat.de\/de\/?p=4113"},"modified":"2011-10-21T13:24:06","modified_gmt":"2011-10-21T11:24:06","slug":"wachstum-und-wohlstand-mehr-friedman-weniger-keynes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mandat.de\/de\/wachstum-und-wohlstand-mehr-friedman-weniger-keynes\/","title":{"rendered":"Wachstum und Wohlstand: Mehr Friedman, weniger Keynes"},"content":{"rendered":"<p>Dies ist ausdr\u00fccklich kein parteipolitisches, gleichwohl ein politisches Statement: Wir ben\u00f6tigen mehr Umsicht bei dem Einsatz jeglicher staatlicher Regulierungsaktivit\u00e4ten \u201ezum Wohle der B\u00fcrger\u201c.  Wir brauchen nicht \u201emehr Staat\u201c.<\/p>\n<p>Wachstum wird nicht erzielt durch st\u00e4ndige staatliche Interventionen. Wachstum wird erzielt durch Intelligenz, Innovation und Initiative. Der Staat hat bislang noch nicht bewiesen, dass er besser in der Lage ist, f\u00fcr Wachstum zu sorgen, als seine B\u00fcrger \u2013 unser Staat nicht und auch kein anderer Staat. Wachstum entsteht nicht durch den Staat, Wachstum entsteht durch die Privatwirtschaft.<\/p>\n<p>Ich beobachte mit gro\u00dfem Argwohn, dass Keynesianische Tendenzen immer salonf\u00e4higer werden, Keynesianische Thesen immer mehr Einzug halten, denn der \u201eNeoliberalismus\u201c sei ja gescheitert. Der Staat muss Nachfragel\u00fccken schlie\u00dfen? Nein, das muss er nicht. Die Konsumneigung sinkt mit steigendem Einkommen? Falsch. Friedman hat dies empirisch widerlegt.<\/p>\n<p>Es ist Zeit, tendenzi\u00f6se Diskussionen, die in beide Richtungen meist nur durch parteipolitische Ideologie und beileibe nicht immer durch den Blick auf das gro\u00dfe Ganze gepr\u00e4gt sind, zu beenden. Die aktuelle \u201eFinanzkrise\u201c l\u00e4sst sich nicht durch Kakophonie l\u00f6sen. Sehr wohl aber durch Umsicht. <\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich l\u00e4sst sich beispielsweise das Thema \u201eGeldmenge\u201c oder auch das Thema \u201eKreditmenge\u201c nicht so leicht popul\u00e4rwissenschaftlich und wahltaktisch aufarbeiten. Das \u00e4ndert aber nichts an der Tatsache, dass die Europ\u00e4ische Zentralbank in der Vergangenheit durch Umsicht und Beachtung der Geld- und Kreditmenge erfolgreicher war, als beispielsweise die Fed, die sich bereits vor vielen Jahren zunehmend nur noch auf das Steuern durch Zins\u00e4nderungen verlegte. Umsicht ist das Gebot der Stunde, damit wir uns nicht in eine Rezession \u201ehineinsorgen\u201c \u2013 ein Begriff, den man k\u00fcrzlich in der Presse lesen konnte.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen es uns auch nicht zur Aufgabe machen, alles und jeden zu retten \u2013 die FAZ sprach bereits vor einigen Jahren vom \u201eWettretten\u201c, das man vermeiden solle; damals ging es um Opel. So ist der zus\u00e4tzliche Geldfluss von acht Milliarden Euro an Griechenland nun zwar vermutlich notwendig und richtig, um Zeit zu gewinnen und ein massives Chaos zu vermeiden, weil uns noch Instrumente fehlen, aber niemand kann und darf ernsthaft die Option einer geordneten Insolvenz, einer Planinsolvenz eines Staats ausschlie\u00dfen. Das Wort \u201ealternativlos\u201c ist ein Unwort, das wir schon zu h\u00e4ufig geh\u00f6rt haben.<\/p>\n<p>Keynes ist widerlegt. Friedman \u201epur\u201c geht vielleicht ein wenig zu weit. Aber mehr Friedman als Keynes, mehr Zutrauen in die Eigeninitiative, in den Wachstumswillen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, mehr Vertrauen in gute Absichten und die F\u00e4higkeit, diese auch zu realisieren w\u00fcnsche ich mir schon. Ich m\u00f6chte keine Vollkaskogesellschaft um den Preis der Freiheit. Und Sie?<\/p>\n<p>Ihr <a href=\"\/menu\/ueberuns\/team\/prof-dr-guido-quelle\/\">Guido Quelle<\/a><\/p>\n<p>(c) 2011, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dies ist ausdr\u00fccklich kein parteipolitisches, gleichwohl ein politisches Statement: Wir ben\u00f6tigen mehr Umsicht bei dem Einsatz jeglicher staatlicher Regulierungsaktivit\u00e4ten \u201ezum Wohle der B\u00fcrger\u201c. Wir brauchen nicht \u201emehr Staat\u201c. Wachstum wird nicht erzielt durch st\u00e4ndige staatliche Interventionen. Wachstum wird erzielt durch Intelligenz, Innovation und Initiative. 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