{"id":5574,"date":"2012-04-05T09:00:29","date_gmt":"2012-04-05T07:00:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mandat.de\/de\/?p=5574"},"modified":"2012-04-05T09:00:29","modified_gmt":"2012-04-05T07:00:29","slug":"die-personliche-sicht-unter-der-hand-naja-wenns-zur-kultur-gehort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mandat.de\/de\/die-personliche-sicht-unter-der-hand-naja-wenns-zur-kultur-gehort\/","title":{"rendered":"Die pers\u00f6nliche Sicht: Unter der Hand? Naja, wenn\u2019s zur Kultur geh\u00f6rt &#8230;"},"content":{"rendered":"<p>Immer wieder h\u00f6re und lese ich die Beteuerung von Managern, dass man sich selbstverst\u00e4ndlich nicht der Korruption schuldig machen wolle, dem Schwarzmakrt keinen Vorschub leisten wolle, nat\u00fcrlich keine Bestechungsgelder zahle und selbstverst\u00e4ndlich in dieser Hinsicht v\u00f6llig sauber sei.<\/p>\n<p>Wenn man dann genauer hinschaut, er\u00f6ffnet sich doch gelegentlich eine gewisse \u2013 sagen wir einmal \u2013 \u201eGrauzone\u201c, die dann dadurch gerechtfertigt wird, dass man in manchen L\u00e4ndern eben keine Gesch\u00e4fte machen k\u00f6nne, ohne dem Zoll, der Aufsichts- oder Genehmigungsbeh\u00f6rde, der Polizei, einem Makler, wem auch immer einen \u201ekleinen Obulus\u201c zukommen zu lassen.<\/p>\n<p>Ich finde, dass hier die Grenze der Ethik weit \u2013 weit! \u2013 \u00fcberschritten und die Auswirkung dieser Doppelz\u00fcngigkeit im Unternehmen weit \u2013 weit! \u2013 untersch\u00e4tzt wird.<\/p>\n<p>Wenn ich meinen Mitarbeitern vermittele, dass ein wesentlicher Handlungswert unseres Unternehmens Wahrhaftigkeit ist, dass wir keine Geschichten erz\u00e4hlen, wie zum Beispiel dass jemand \u201enicht im Hause\u201c sei, obwohl er gegen\u00fcber im B\u00fcro am Tisch sitzt, dass wir unseren Klienten offen sagen, wenn wir einen Fehler gemacht, einen Termin verschwitzt oder ein Resultat nicht erbracht haben, dann kann ich nicht auf der anderen Seite die Wahrheit meinem Gefallen gem\u00e4\u00df dehnen, indem ich eine Unrechtm\u00e4\u00dfigkeit durch \u201edie Kultur\u201c oder \u201edie Gewohnheiten\u201c in einem anderen Land rechtfertige, nur um ein Gesch\u00e4ft zu bekommen oder um im Gesch\u00e4ft zu bleiben.<\/p>\n<p>Ich habe bisher mit vielen Managern in meinem Berufsleben gearbeitet und ich bin stolz darauf, dass dies in weitaus \u00fcberwiegendem Ma\u00dfe Menschen sind, die auf schlechte Gesch\u00e4fte \u2013 und dazu geh\u00f6ren auch eindeutig Gesch\u00e4fte, in denen \u201egeschmiert\u201c wird \u2013 verzichtet haben. Damen und Herren, die sich haben Umsatz entgehen lassen, weil sie sich der \u201eGewohnheit\u201c nicht gebeugt haben. Menschen, die sich sehenden Auges in die Konfrontation mit ihrem Aufsichtsgremium, ihren Anteilseignern, begeben haben, die gefragt haben, warum das Gesch\u00e4ft in Russland, Polen, China, Korea, um nur einige Staaten zu nennen, nicht zustande gekommen ist. Es sind Menschen, die gesagt haben, dass sie nicht bereit sind, ihre ethischen und moralischen Grunds\u00e4tze f\u00fcr Geld \u00fcber Bord zu werfen. Respekt.<\/p>\n<p>Wohl den Aufsichtsgremien, die in der Mehrheit waren, die dies verstanden und dies ebenfalls mit hohem Respekt zur Kenntnis genommen haben. Ich kenne Beispiele aus namhaften Unternehmen, die ausdr\u00fccklich bef\u00fcrworten, dass die gemeinsam verabschiedeten ethischen Leitplanken auch angesichts der Versuchung operativer Opportunit\u00e4ten standhalten m\u00fcssen und ich hege eine gro\u00dfe Sympathie f\u00fcr diese Unternehmen.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen ethische und moralische Grunds\u00e4tze nicht einfach den Opportunit\u00e4ten opfern. Man schaue in den Spiegel und sage \u201eIch habe noch nie jemanden bestochen und ich werde das auch nicht tun, egal, wie viel Geld uns das bringt.\u201c<\/p>\n<p>H\u00e4lt Ihr Spiegel das aus?<\/p>\n<p>Ihr <a href=\"\/menu\/ueberuns\/team\/prof-dr-guido-quelle\/\">Guido Quelle<\/a><\/p>\n<p>(c) 2012, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Immer wieder h\u00f6re und lese ich die Beteuerung von Managern, dass man sich selbstverst\u00e4ndlich nicht der Korruption schuldig machen wolle, dem Schwarzmakrt keinen Vorschub leisten wolle, nat\u00fcrlich keine Bestechungsgelder zahle und selbstverst\u00e4ndlich in dieser Hinsicht v\u00f6llig sauber sei. 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