{"id":7047,"date":"2013-01-04T08:00:22","date_gmt":"2013-01-04T07:00:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.mandat.de\/de\/?p=7047"},"modified":"2013-01-04T08:00:22","modified_gmt":"2013-01-04T07:00:22","slug":"die-personliche-sicht-abgeordnetenbezuge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mandat.de\/de\/die-personliche-sicht-abgeordnetenbezuge\/","title":{"rendered":"Die pers\u00f6nliche Sicht: Abgeordnetenbez\u00fcge"},"content":{"rendered":"<p>Die Bez\u00fcge der Bundestagsabgeordneten, der Bundesregierungsmitglieder und des Bundespr\u00e4sidenten sowie seiner Vorg\u00e4nger steigen. Was tut Deutschland? Es diskutiert dar\u00fcber. Ein Ex-Bundeskanzler meint, er h\u00e4tte zu seiner Zeit genug verdient und \u00fcberhaupt k\u00f6nne man ja einen anderen Job machen, wenn man das Einkommen in der Politik als zu gering empfinden w\u00fcrde. Ein M\u00f6chtegern-Bundeskanzler wird damit zitiert, dass die Bez\u00fcge ohnehin zu gering seien. Ein Nachrichtensender ver\u00f6ffentlicht im Detail, wie viele hundert Euro mehr es pro Position k\u00fcnftig gibt.<\/p>\n<p><strong>M\u00fc\u00dfig und lachhaft<\/strong><\/p>\n<p>Die Diskussion ist ebenso m\u00fc\u00dfig wie lachhaft. In der Tat: Die Bez\u00fcge in der Politik sind bekannt und wer mehr verdienen m\u00f6chte, macht eben etwas anderes. Niemand wird zu einem Job in der Politik gezwungen. \u00dcberdies geht es in der Politik gar nicht um Geld. Es geht um Macht. Niemand wird wegen der nicht einmal Dreihunderttausend Euro Bundeskanzler(in). Niemand wird wegen der Bez\u00fcge Abgeordneter, auch nicht, wenn man die Aufwandspauschalen hinzurechnet (die ja ohnehin der Bestreitung von Nebenkosten dienen). Man geht in die Politik, um zu gestalten, um Macht auszu\u00fcben.<\/p>\n<p><strong>Unn\u00f6tig<\/strong><\/p>\n<p>Des weiteren ist die Diskussion \u00fcber die H\u00f6he der Erh\u00f6hung unn\u00f6tig. Wir sprechen \u00fcber Mehrkosten von drei Millionen Euro in Summe pro Jahr. Damit diese Summe in eine Gr\u00f6\u00dfenordnung kommt, \u00fcber die wir im Zuge der Euro-Rettung sprechen, also in die Gr\u00f6\u00dfenordnung von einer Milliarde, zum Beispiel, ben\u00f6tigen wir 333 Jahre.<\/p>\n<p><strong>Bescheiden<\/strong><\/p>\n<p>Drittens sind die Bez\u00fcge von Abgeordneten und Regierungsmitgliedern in der Tat vergleichsweise bescheiden, insbesondere, wenn man sich die Arbeitszeiten ansieht.<\/p>\n<p><strong>Kleinkram<\/strong><\/p>\n<p>Mein Coach hat mir einmal gesagt &#8222;Don&#8217;t sweat the small stuff&#8220;. Und er hat Recht, denn dieser Rat gilt f\u00fcr das ganze Leben. Bleiben wir also auf dem Teppich und nehmen nicht jeden Kleinkram als Anlass, uns aufzuregen. Aufregen k\u00f6nnen wir uns \u00fcber hinterzogene Steuern in unserem Land und anderen L\u00e4ndern, \u00fcber korrupte Staatspr\u00e4sidenten oder solche, die es (wieder) werden wollen, \u00fcber Milliarden Steuergelder, die an Flugh\u00e4fen und anderen Mega-Bauvorhaben verbrannt werden. Aber bitte, bitte nicht \u00fcber lausige drei Millionen Euro f\u00fcr Menschen, die wir erstens gew\u00e4hlt haben und die sich zweitens mehrheitlich Tag und Nacht f\u00fcr das einsetzen, was sie f\u00fcr das Beste f\u00fcr unser Land halten.<\/p>\n<p>Hand aufs Herz: Wer m\u00f6chte denn wirklich gern tauschen? Nur Mut!<\/p>\n<p>(c) 2013, <a href=\"\/menu\/ueberuns\/team\/prof-dr-guido-quelle\/\"> Prof. Dr. Guido Quelle<\/a>, Mandat Managementberatung GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bez\u00fcge der Bundestagsabgeordneten, der Bundesregierungsmitglieder und des Bundespr\u00e4sidenten sowie seiner Vorg\u00e4nger steigen. Was tut Deutschland? Es diskutiert dar\u00fcber. 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