Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 537: „Immer nur Brände löschen“

Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 537: Immer nur Brände löschen

„Ich würde mich gern ‘mal um die wirklich wichtigen Themen kümmern, aber ich werde immer durch neu auftretende Ereignisse getrieben.“ „Ich würde mich freuen, wenn die neu geschaffene Führungsmannschaft auch beizeiten Führung ausübt und nicht nur Anweisungen einigermaßen gut ausführt.“ „Es ist völlig irre, erst boomt der Markt, jetzt bricht er weg.“ „Der russische Markt ist komplett weggebrochen und alle fragen mich, was wir tun sollen.“ „Uns fehlen die Mitarbeiter.“ „Wir haben mehr Aufträge als Ware.“

Ich könnte unzählige Beispiele aufführen, in denen Unternehmenslenker mir berichten, dass sie gerne mehr an der Zukunft ihres Unternehmens arbeiten würden, als ständig Brände zu löschen. Immer nur Brände zu löschen, das bedeutet, immer im Alarmmodus zu sein, ähnlich wie ein Arzt, der dauernd in Bereitschaft ist. Der nächste Anruf könnte schon wieder ein Brandherd sein, den es zu löschen gilt. In der strategischen Beratung und in Wachstumsinitiativen mit unseren Klienten und ihren Teams gelingt es uns immer wieder, den Fokus auf das Wichtige zu richten und die (vermeintlichen) Brandherde besser in den Griff zu bekommen. Ein Teilerfolg.

Moment? Sind die Brandherde nicht wichtig?

Doch. Sind sie. Aber Unternehmenslenker sind nicht allein verantwortlich für das Unternehmen. In unseren Klientenunternehmen gibt es immer eine zweite Führungsebene, oft auch eine dritte und wie sagte ein Klient einmal? „Führungskräfte sollen verantwortlich führen und nicht nur ausführen, sonst wären es ja keine Führungskräfte, sondern Ausführungskräfte.“ Da ist etwas dran.

Das Springen von Brandherd zu Brandherd wird oft in der Unternehmensspitze beklagt, aber in Wirklichkeit birgt es auch Erfüllung, denn ist der Brandherd erst gelöscht, hat man einen unmittelbaren Erfolg, den man in der strategischen Arbeit nicht unverzüglich hat. Also, Hand aufs Herz: Hat es nicht auch etwas Erfüllendes, gebraucht zu werden und eine Notsituation gelöst zu haben? Eben.

Ein Dauerkrisenmodus ist unproduktiv. Für diejenigen also, die tatsächlich nicht mehr von einem Notfall zum nächsten hechten wollen ist zunächst einmal wichtig herauszuarbeiten, woran es liegt, dass sie selbst zu oft in diesem Modus sind. Die Antwort ist zweigeteilt: Ein Teil der Ursache liegt – sorry – bei Ihnen selbst, weil Sie mitmachen (die gute Nachricht: Das haben Sie selbst durch Ihr Verhalten in der Hand) und der zweite Teil liegt in Ihrem Unternehmen. Wo genau, das ist sehr unterschiedlich, aber es lohnt sich, den systemimmanenten Bremsen auf die Spur zu kommen. Sind Sie bereit?

Wir stoßen zum Beispiel regelhaft auf Führungskräfte, die in die Position gekommen sind, weil sie früher gute Fachkräfte waren, auf unklare Verantwortlichkeiten, tatsächlich mangelnde Handlungsspielräume, sinnlose Regeln, eine nicht verstandene (oder nicht existierende) Vision und / oder Strategie, mangelhafte Realisierungspläne für erkannte Veränderungsbedarfe, …

Ich könnte die Liste noch lange fortsetzen. Die gute Nachricht ist, dass alles, was sich in Ihrem Spielfeld befindet, auch direkt geändert werden kann. Deshalb ist es so wichtig zu erkennen, dass das wahre Wachstum von innen kommt, nicht von außen.

Gehen Sie systematisch an die Bremsen. Dies können nur Sie an der Unternehmensspitze tun und dafür ist es wichtig, dass Sie nicht von Brand zu Brand hechten. Und wählen Sie dazu eine erprobte Top-Methodik, damit Sie Zeit und Umwege sparen.

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer

Guido Quelle


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Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 536: „Same old, same old“

Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 536: Same old, same old

In den Medien werden uns jeden Tag neue Aspekte der sogenannten oder tatsächlichen Energiewende zugespielt. Atomkraft ja oder nein? Kohleverstromung verlängern? Windräder, ja oder nein und wenn ja, wohin? Wärmepumpenpflicht oder dann doch nicht? Förderung energetischer Sanierung oder energetischen Bauens, aber dann sind Töpfe leer oder wieder voll und woher eigentlich soll das Material kommen, wie soll es bezahlt werden, woher kommen die Arbeitskräfte?

Wir werden Zeugen und Beteiligte einer Diskussion, die so vielfältig ist, dass sie droht unüberschaubar zu werden. Heute vor zwei Wochen sprachen wir vormittags mit unserem Sanitärinstallateur anlässlich der Heizungswartung über die in Aussicht gestellte Wärmepumpenpflicht und die damit verbundenen Komplikationen, am Nachmittag desselben Tages lasen wir in der Presse, dass die hart formulierte Verpflichtung aufgelöst werden soll. Schauen wir mal.

Was bei dem Bemühen, Dinge zu verbessern, um Probleme zu lösen, oft außer Acht gelassen wird, ist es, die Probleme mit ganz anderen Lösungen anzugehen. Genau darum habe ich heute das Thema „Energie“ gewählt, denn mir ist vor kurzem ein Beitrag in der WELT* besonders aufgefallen. In diesem Beitrag drehte es sich um den Stand der Kernfusion als Energiegewinnungsoption.

Hier ist nicht der Raum, um in die Tiefe zu gehen, aber bezeichnen wir Kernfusion einmal eine nahezu nachteilsfreie, klimafreundliche Energieproduktion, hinter der ein enormer technischer Prozess steht. Genau dieser Prozess hat in der Vergangenheit dazu geführt, Kernfusion in den Bereich „Science Fiction“ zu stellen. In dem Beitrag war aber nun unter anderem von zwei Startups zu lesen, die einen enormen Kapitalbedarf haben, aber davon ausgehen, dass bereits „in etwa zehn Jahren“ – vielleicht sogar noch schneller – Kernfusion kommerziell nutzbar sein kann.

Wäre es so, dann wäre der Raum geschaffen, dass der Preis der Energieerzeugung drastisch sänke, die Rede ist von einem Strompreis von zehn bis sogar fünf Cent pro Kilowattstunde, dass Energie nahezu unendlich verfügbar wäre und dass alle anderen Energieerzeugungsformen obsolet wären.

Mir war nicht bewusst, dass die Forschung schon so weit ist. Ja, es ist noch ein langer Weg und ja, er kann und wird mit Steinen und Mauern verbaut sein, aber dies ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass nicht same-old-same-old, also das Wiederholen des ewig Gleichen zum Ziel führt, sondern das Ausbrechen, das „Andersmachen“.

Schauen Sie einmal in Ihr Unternehmen hinein: Woher kommt das Wachstum? Aus dem „Bessermachen“? Dann sind sie in bester Gesellschaft. Oder aus „Bessermachen und Andersmachen“? Dann sind Sie der kleineren Gruppe derer, die einen langen Atem haben, die sehr stark auf Innovation setzen, immer verbunden mit dem Risiko des Scheiterns. Selbst wenn Sie nicht Innovationsführer sind, lohnt der Blick auf das, was anders besser gemacht werden könnte. In der Arbeit mit unseren Klienten kommen immer wieder erstaunliche Resultate an die Oberfläche

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer

Guido Quelle

*Hegmann, Gerhard; Königsweg Kernfusion – die Lösung für die gigantische Energielücke ist nah, WELT (online), 14.07.2022

 

 

 

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