Wenn aus 1 plus 1 nicht einmal 2 wird: Deutsche Bank plus Commerzbank – noch keine gute Idee

Das Wachstumspotenzial von Fusionen

Was wird nicht alles im Vorfeld einer möglichen Fusion fabuliert. Ein großes, neues Unternehmen wolle man schmieden, wettbewerbsfähig bleiben oder (wieder) werden, nicht zu vergessen, die „Synergien“, die sich ergeben. Nicht selten reagieren die Märkte auf Fusionsankündigungen mehr oder minder euphorisch, oft eher als Reflex.

Viele Fusionen bleiben, wenn sie denn überhaupt stattfinden deutlich – teilweise sogar existenzbedrohend deutlich – hinter den Erwartungen zurück. Die Synergien treten nicht ein, weil es sie entweder gar nicht gibt oder weil die Potenziale, die gehoben werden durch andere Maßnahmen wieder zunichte gemacht werden und das Geschäftsmodell fehlt nicht selten völlig, weil man sich nur auf Größe und das Prinzip Hoffnung fokussiert. Weder das eine noch das andere ist ein belastbares Fundament für erfolgreiches Wachstum.

Aktuelles Beispiel: Deutsche Bank und Commerzbank.

Diesem Vorhaben fehlt derzeit die notwendige Bedingung für eine am Markt erfolgreiche Fusion mit Wachstumspotenzial, nämlich das Geschäftsmodell. Aus zwei schwachen Unternehmen wird nicht ein starkes und wenn Fusionsdruck aus dem Berliner Regierungsviertel ausgeübt wird, ist das nicht unbedingt ein Vorteil, denn hier wird das Wort „Ego“ zu oft groß und die wirtschaftsstrategische Kompetenz zu häufig klein geschrieben. Brauchen wir wirklich eine marktbedeutende, große deutsche Bank?

So stellen wir derzeit also fest, dass noch nicht erkennbar ist, wo der Kundenvorteil einer solchen Fusion liegt – Kunststück, denn es gibt ihn schlicht nicht. Wir beobachten auch, dass über Synergien fantasiert wird, was die Gewerkschaften und Arbeitnehmervertretungen natürlich schon auf die Barrikaden treibt und was dazu führt, davon dürfen wir valide ausgehen, dass sich alle Mitarbeiter in beiden Instituten darüber Gedanken machen ob und in welcher Weise sie selbst von einer Fusion betroffen sein werden.

Grundsatzfragen und Sinnhaftigkeit

Ganz unabhängig davon, ob die Szenarien eintreten, kosten diese Gedanken und Gespräche erhebliche Wachstumspunkte am Markt, denn wenn man die eigene wirtschaftliche Existenz bedroht sieht, ist einem das Hemd näher als der Rock, man ist schlicht nicht so leistungsfähig. Zudem dürfen wir davon ausgehen, dass das Hauen und Stechen erst richtig beginnt, wenn die Tinte unter einem möglichen Vertrag trocken ist, das kennen wir als Berater aus Post-Merger-Integration-Projekten, also Projekten, die nach der Übernahme von Unternehmen oder nach Fusionen den Integrationserfolg sicherstellen sollen, sehr gut.

Nicht genug damit. Jüngst wird bereits kolportiert, die Zusammenlegung der IT würde ein Vermögen kosten. Jetzt sind wir endgültig im abgrundtiefen „Wie“ einer Fusion, bevor das „Ob“ überhaupt auch nur annähernd geklärt ist.

Dieses „Ob“, die Grundsatzfrage der Sinnhaftigkeit der Fusion der Deutschen Bank mit der Commerzbank muss aber zunächst geklärt werden und die Antwort darf nur positiv sein, wenn ein Kundenvorteil entsteht, der zu gesundem, profitablen Wachstum führt. Wenn Kostenüberlegungen oder gar politische Überlegungen dominieren, ergibt sich marktwirtschaftlich daraus noch kein Sinn. Man kann sich das Wachstum nicht ersparen – im doppelten Wortsinn. Die handelnden Beteiligten sollten also zunächst über die Marktstrategie sprechen und sich ohne Schönfärberei überlegen, ob sie durch eine Fusion wirklich Marktvorteile erzeugen. Wenn nur Kostenvorteile erzeugt würden, stünde das fusionierte Unternehmen in wenigen Jahren wieder vor einem Scherbenhaufen, aber dann ist in Deutschland niemand mehr zum Fusionieren am Markt. Es bedarf nicht des Addierens, es bedarf der intelligenten Neukonfiguration.

Eines noch: Die Politik möge sich aus den Diskussionen idealerweise heraushalten, denn Politik und Staat haben noch nicht nachgewiesen, dass sie auch gute Unternehmer sind.

Ihr und Euer

Prof. Dr. Guido Quelle

 

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Mandat Wachstums-#Wochenstart Nr. 341: Vorsicht mit Vergleichen

Man kann mit Vergleichen im Wirtschaftsleben zwei Dinge tun: Entweder etwas sachlich darstellen oder etwas reißerisch darstellen. Letzteres wird immer häufiger auffällig, wenn es darum geht, (US-) Unternehmen, deren Geschäftsmodell in der digitalen Welt stattfindet mit sogenannten „traditionellen“ Unternehmen zu vergleichen. Solch einen Vergleich gab es vor kurzem auch wieder in einem sozialen Netzwerk zu bestaunen: Eine Gegenüberstellung der Anzahl der Mitarbeiter von Unternehmen zur Profitabilität der Mitarbeiter. Verglichen wurden US-Tech-Unternehmen (google, Facebook, Apple) mit DAX-Unternehmen (Bayer, Daimler, Deutsche Bank).

Das Ergebnis: Die US-Techs erzielen mit vergleichsweise weniger Mitarbeitern einen enorm höheren Gewinn pro Mitarbeiter. Der deutlichste Hebel/Unterschied: Apple erzielt mit 123.000 Mitarbeitern einen Gewinn von 356.000 Euro – pro Mitarbeiter –, während die Deutsche Bank mit 97.000 Mitarbeitern einen Verlust von 7.700 Euro pro Mitarbeiter, oder, nehmen wir ein Gewinnbeispiel, Daimler mit 289.000 Mitarbeitern einen Gewinn von 36.000 Euro pro Mitarbeiter erzielen.

Wow!

Wirklich „Wow!“? Nein, denn der Vergleich ist so eindrucksvoll wie unsinnig. Wie würden unsere amerikanischen Kollegen sagen? „IBI“: „Interesting, but irrelevant“. Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen; interessant ist der Vergleich innerhalb von Branchen, nicht der Vergleich zwischen Branchen, weil man aus ihm keine Schlüsse ziehen kann. Es ist hinlänglich bekannt, dass Dienstleistungen und digitale Geschäftsmodelle, die nicht 1:1 von Menschen abhängig sind, dass skalierbare Geschäftsmodelle potenziell wesentlich profitabler sind, als Produktion, Transport, personalintensive Modelle. Das ist ein alter Hut. Man mag darüber staunen, aber eine geschäftsrelevante Aussage für profitables Wachstum lässt sich daraus nicht treffen. Dann noch ein zum Vergleichszeitpunkt verlustproduzierendes Unternehmen (Deutsche Bank) danebenzustellen, ist unseriös. Facebook hat auch lange Verlust generiert. Apple war fast bankrott.

Was aber passiert täglich in unseren Unternehmen? Richtig, es werden ebenfalls Äpfel mit Birnen verglichen. Wettbewerber, die eine ganz unterschiedliche Struktur haben, Mitarbeiter, die unterschiedliche Aufgaben und Verantwortungen haben, Kunden, die unterschiedliche Schwerpunkte haben. Häufig haben diejenigen, die einen solchen Vergleich anführen, eine Agenda. Achten Sie bei Gelegenheit einmal in Arbeitstreffen auf solche Vergleiche, denn oft wird darauf angesprungen und die Diskussion läuft in die falsche Richtung. „IBI“ ist dann die richtige Antwort.

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer
Guido Quelle

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Er ist neu – er ist einzigartig – und er führt Ihr Unternehmen in die Zukunft:
Der Deutsche Wachstumstag!

Der Deutsche Wachstumstag bietet Unternehmern, Geschäftsführern und Vorständen die Möglichkeit, sich auf Augenhöhe mit anderen Unternehmenslenkern zu vernetzen, Impulse aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik zu gewinnen, sowie interaktive Diskussionen und neueste Technologien hautnah zu erleben.

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Fünf Grundsätze für einen erfolgreichen Veränderungsprozess

#Transformation? Gute Idee. Aber wie? Und wohin?

Allein der Begriff ist schon sperrig: „Transformation“ des Unternehmens. Aber statt uns ausführlich mit Begriffen auseinanderzusetzen, wollen wir der Einfachheit annehmen, dass wir unter Transformation eine grundsätzliche Veränderung eines Unternehmens verstehen – also nicht nur eine graduelle Justage auf der Mikroebene, sondern eine Veränderung, die durchaus an den Grundfesten des Unternehmens rütteln kann, darf und soll. Diese Veränderung soll zum Ergebnis haben, dass das Unternehmen nach ihrem Abschluss auf einem deutlich höheren Leistungsniveau ist als vor der Transformation. Einverstanden? Gut. Mit dieser Arbeitsdefinition können wir praktisch weiterdenken.

In meinem Online-Beitrag in dem Portal FOOD SERVICE gebe ich Ihnen fünf Hinweise, die für eine erfolgreiche Transformation dienlich sind.

 

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Mandat Growthletter® Nr. 142 „Strategie entwickeln” erschienen

Die aktuelle Ausgabe des Mandat Growthletters® „#Strategie entwickeln” ist erschienen.
Zum Download (PDF, ca. 2 MB).

Der Mandat Growthletter® adressiert jeden Monat Wachstumsthemen unter den Rubriken:

  • CEO-Tipp des Monats
  • Marke
  • Geschäftsausbau
  • Prozesse & Organisation
  • Internationales Marken-Kolloquium
  • Vorträge & Veröffentlichungen
  • Mandat Intern

 

Der Mandat Growthletter® kann kostenfrei und unverbindlich bezogen werden: Anmeldung
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7. Award des Internationalen Marken-Kolloquiums geht an Outdoor-Pionierin Dr. Antje von Dewitz

Anlässlich des diesjährigen 15. Internationalen Marken-Kolloquiums wurde der #Award am 13. September 2018 offiziell an die Laureatin verliehen. Auch die anwesenden Nominierten wurden geehrt. Zugegen waren dabei rund 80 Unternehmer, Geschäftsführer, Inhaber und Vorstände aus Industrie, Handel und Dienstleistungsgewerbe, die im Rahmen des Kolloquiums unter der Regie der Dortmunder Mandat Managementberatung am 13. und 14. September im Chiemgau zusammengekommen sind, um über #Strategie, #Markenführung und #Wachstum zu diskutieren. Die #Award-Verleihung ist dabei jährlich das abendliche Highlight der Veranstaltung.

Lesen Sie hier die komplette Pressemitteilung.

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Der Verkauf des Unternehmens

Banner Blogeintrag KMU-Magazin

Eigentlich ist jetzt, in Zeiten der allgemeinen Wirtschaftsstimmung, doch ein idealer Zeitpunkt, um ein Unternehmen zu verkaufen, oder? Vorsicht, es gibt einiges zu bedenken. Lesen Sie hier kostenfrei weiter.

Dies ist ein Beitrag aus meiner monatlichen Wachstumskolumne im Schweizer KMU-Magazin. Mit herzlichem Dank an das KMU-Magazin für die Überlassung des PDFs.

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Lexikon des Chefwissens: „#Neukundengewinnung”

Ob Unternehmensvision, Wachstumsstrategie, Prozessoptimierung oder Kostenführerschaft – gemeinsam mit dem Onlineportal „Die Deutsche Wirtschaft“ haben wir 17 Begriffe ausgewählt, die in besonderem Maße relevant sind, wenn es um das Schaffen von profitablen #Wachstum von innen heraus geht, in Kurzvideos erläutert und mit Beispielen versehen.

In maximal 3 Minuten erhalten Sie mindestens eine Begriffsdefinition – jedoch vor allem #Gedankenanstöße für das eigene Unternehmen, Gesprächsstoff für interne Arbeitstreffen und Austauschgespräche sowie #Umsetzungsimpulse für Ihr Team.

Klicken Sie auf das Bild, um die Episode „Neukundengewinnung“ anzusehen:

Episode 11: Neukundengewinnung

Und in der kommenden Woche?

Am nächsten Donnerstag erwartet Sie die Episode „Internationales Wachstum“.

Wenn Sie das heutige Thema vertiefen möchten, Anmerkungen oder Nachfragen haben, zögern Sie nicht, mich anzusprechen.

Ihr
Guido Quelle

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Lexikon des Chefwissens: „#Umsatz steigern”

Ob Unternehmensvision, Wachstumsstrategie, Prozessoptimierung oder Kostenführerschaft – gemeinsam mit dem Onlineportal „Die Deutsche Wirtschaft“ haben wir 17 Begriffe ausgewählt, die in besonderem Maße relevant sind, wenn es um das Schaffen von profitablen #Wachstum von innen heraus geht, in Kurzvideos erläutert und mit Beispielen versehen.

In maximal 3 Minuten erhalten Sie mindestens eine Begriffsdefinition – jedoch vor allem #Gedankenanstöße für das eigene Unternehmen, Gesprächsstoff für interne Arbeitstreffen und Austauschgespräche sowie #Umsetzungsimpulse für Ihr Team.

Klicken Sie auf das Bild, um die Episode „Umsatz steigern“ anzusehen:

Episode 9: Vertriebsstrategie

Und in der kommenden Woche?

Am nächsten Donnerstag erwartet Sie die Episode „Neukundengewinnung“.

Wenn Sie das heutige Thema vertiefen möchten, Anmerkungen oder Nachfragen haben, zögern Sie nicht, mich anzusprechen.

Ihr
Guido Quelle

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Aus sicherer Quelle – Jetzt kostenfrei brandneues Booklet vorbestellen

Zum Ende meiner Wachstumskolumne „Aus sicherer Quelle“ im vergangenen Monat im Wirtschaftsmagazin „Markt und Mittelstand“ ist in Zusammenarbeit mit Herausgeber Armin Häberle und Chefredakteur Christian Preiser ein Booklet entstanden, das alle zehn Kolumnen bündelt – und die Wachstumsimpulse des gesamten Jahres zusammenführt.

Wie Sie im Geleitwort des Booklets nachlesen werden:
„In keinem anderen Wirtschaftssegment wird Unternehmertum mit mehr Lust und Laune, mit mehr Herzblut, Hirnschmalz, mehr Bodenständigkeit und Pragmatismus praktiziert als im Mittelstand.“ – so die Herren Häberle und Preiser.

Und genau darauf können Sie sich bei der Lektüre des in Kürze vorliegenden Booklets auch freuen: Mit Lust und Laune verfasste Beiträge, die sich nie theoretisch, sondern immer aus der Praxis heraus, um unterschiedlichste Themen drehen. Ob abteilungsspezifisch über Vertrieb, Einkauf oder das Personalwesen oder ganzheitlich über Kreativität, Strategiearbeit und Unternehmensnachfolge – und sicher nicht nur für mittelständische Unternehmen geeignet, finden Sie Inspiration und Wachstumsimpulse.

Schreiben Sie eine E-Mail an anne.hausen@mandat.de – wenn Sie kostenfrei und automatisch ein digitales Exemplar des Booklets „Aus sicherer Quelle“ zum Monatsende erhalten möchten.

Viel Freude und Gewinn bei der Lektüre!

Marke – Beziehung fürs Leben: Das 14. Internationale Marken-Kolloquium bringt 80 Unternehmer ins Kloster

Ein Familienunternehmer in vierter Generation, ein Universitätsprofessor, vegane Kondome und ein Märchenonkel: Das diesjährige 14. Internationale Marken-Kolloquium bot den 80 Teilnehmern ein breites und sehr abwechslungsreiches Programm, das Branchen- und Ländergrenzen überschritt und Einblicke hinter die Kulissen gänzlich unterschiedlicher Marken und Unternehmen bot. Unter dem Leitthema „Marke – Beziehung fürs Leben“ kam unter der Regie der Dortmunder Mandat Managementberatung am 14. und 15. September ein handverlesener, auf 80 Unternehmer, Geschäftsführer, Inhaber, Vorstände und Senior-Führungskräfte limitierter Kreis im Kloster Seeon im Chiemgau zusammen, um in vertrauensvoller und offener Atmosphäre über Strategie, Markenführung und Wachstum zu diskutieren …

Lesen Sie hier die komplette Pressemitteilung.

Sensationell: Noch kein Programm und vierzig (!) Prozent der Plätze für das 15. Internationale Marken-Kolloquium im September 2018 sind vergeben.

© 2017, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbH, Dortmund, London, New York.