Mandat Wachstums-Wochenstart #46: Sprechen statt mailen

Ihr Fokus in dieser Woche: Sprechen Sie, anstatt eine E-Mail zu senden.

E-Mail ist ein prima Medium, solange man nicht beginnt, zu diskutieren. Wenn es darum geht, Dateien von A nach B zu senden, wenn eine schnelle Information gesendet werden soll, ist eine E-Mail eine tolle Sache.

Schwierig bis nahezu unmöglich wird es, wenn das eigentlich gute Medium „E-Mai“ dazu genutzt werden soll, Dinge zu diskutieren. Kommentieren: ja. Aber diskutieren?
Versuchen Sie in dieser Woche, Themen, die einer Diskussion bedürfen, Dinge, denen eine Erörterung gut täte, am Telefon oder im persönlichen Gespräch zu klären. Verzichten Sie auf eine E-Mail. Zu schnell werden Dinge vergessen, missverständlich formuliert oder man vergreift sich im Ton.

Beginnen Sie am besten direkt heute mit einem wichtigen Thema. Sie werden sehen, dass sich Dinge schneller erledigen lassen. Das gern gehörte Argument, man würde Menschen heute kaum mehr ans Telefon bekommen, weil sie stets in Meetings oder auf Reisen seien, zieht nicht. Vereinbaren Sie einen Telefontermin – telefonisch mit dem Büro des Gesprächspartners oder per E-Mail mit dem Gesprächspartner selbst.

Also: Sprechen statt schreiben.

(c) 2013, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbH

Mandat Wachstums-Wochenstart #45: Wichtig, oder doch nur dringend?

Ihr Fokus in dieser Woche: Konzentrieren Sie sich auf die wichtigen, nicht dringenden Dinge.

Sie kennen das Prioritäten-Dilemma: Kümmern wir uns um die wichtigen Dinge, die wir „eigentlich ‚mal“ tun müssten, oder sind doch die dringenden Dinge an der Reihe? Meist gewinnen die Letzteren, denn sie verschaffen sich lauthals Gehör. Dringendes ist immer ein Alarmthema. Besonders aufmerksamkeitsfordernd: Die Dinge, die wichtig und zugleich auch dringend sind.

Zugegeben, die wichtigen und gleichzeitig dringenden Themen benötigen meist unsere unmittelbare Aufmerksamkeit. Aber auch darin lohnt es sich, nach Delegierbarem zu forschen, bevor dem Aktionismus gefrönt wird. MIr geht es hier aber um die leisen Themen: Die Themen, die wichtig aber (noch) nicht dringend sind. Das „noch“ steht in Klammern, weil die wichtigen, aber (noch) nicht dringenden Themen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit irgendwann einmal in das Feld „wichtig und dringend“ wandern. Man muss sich nur lange genug nicht um sie kümmern.

Was also sind Ihre wichtigen aber (noch) nicht dringenden Themen? Nehmen Sie sich in dieser Woche mindestens eines dieser Themen vor und sorgen Sie dafür, dass das Resultat zum Wachstum Ihres Unternehmens beiträgt. Denn es handelt sich hier klassischerweise um strategische Themen mit einem hohen Wachstumshebel.

(c) 2013, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbH

Mandat Wachstums-Wochenstart #44: Deutlicher, nicht lauter

Ihr Fokus in dieser Woche: Sprechen Sie deutlicher, nicht lauter.

Ist Ihnen das schon einmal aufgefallen? Wenn ein Mensch, der unsere Sprache nicht gut spricht, uns bittet, etwas zu wiederholen oder uns fragend ansieht, weil er uns nicht verstanden hat, versuchen wir, ihm dasselbe zu sagen, mit denselben Worten. Der einzige Unterschied: Wir sprechen lauter. Der Mensch ist aber nicht schwerhörig, sondern hat die Worte nicht verstanden, oder er konnte der Sprechgeschwindigkeit nicht folgen.

Weitere Situation: In manchen Meetings werden offensichtlich falsche Dinge gesagt. Diese werden aber auch weder durch exaktes Wiederholen, noch durch das Erheben der Stimme richtiger.

Wenn Sie mit Mitarbeitern, Kunden, Kollegen sprechen und Sie werden nicht verstanden, wiederholen Sie nicht schlicht das, was bereits beim ersten Mal nicht verstanden wurde. Sprechen Sie deutlicher. Dies meint:

  • Reduzieren Sie ihre Sprechgeschwindigkeit, wenn Sie das Gefühl haben, Sie sprechen zu schnell.
  • Nehmen Sie den Korken aus dem Mund (Tipp unserer Sprechtrainerin), wenn Sie das Gefühl haben, Sie nuscheln.
  • Stellen Sie den Sachzusammenhang in einer weiteren Facette dar, wenn Sie das Gefühl haben, Sie würden sachlich nicht verstanden.

Soll ich nochmal? Oder war das deutlich?

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Mandat Wachstums-Wochenstart #43: Übersehen Sie Kleinigkeiten

Ihr Fokus in dieser Woche: Übersehen Sie Kleinigkeiten.

Ein Tippfehler in einem veröffentlichten Fachbeitrag? Vielleicht sogar ein ganzer Satz nicht ideal formuliert? Ein Mitarbeiter hat den Termin für das interne Austauschgespräch versehentlich an einen Kunden vergeben? Die Schuhe, die Sie gekauft haben, wären im Nachbarort 10 Prozent günstiger zu haben gewesen? Hätten Sie Ihr Hotelzimmer bei Ihrer Kreditkartengesellschaft gebucht, statt direkt im Hotel, hätten Sie eine kostenfreie Mineralwasserflasche pro Tag und einen Massagegutschein bekommen?

Vergessen Sie es.

Der Tippfehler spielt keine Rolle, der Satz wird hinreichend gut sein, der Mitarbeiter hat zwar nicht richtig gehandelt, aber der Kunde ist wichtiger, von den 10 Prozent „Schuh-Ersparnis“ werden Sie weder reicher noch glücklicher und das Mineralwasser und die Massage können Sie selbst zahlen. Wenn Sie das nicht wollen, brauchen Sie beides nicht.

Überdies: Es ist alles geschehen, also kaum änderbar. Versuchen Sie sich gar nicht in umfangreichem Lamento.

Konzentrieren Sie sich mindestens in dieser Woche auf die großen, wichtigen Dinge. Übersehen Sie Kleinigkeiten. Seien Sie großzügig, sehen Sie über kleine Fehler, kleine Schwächen, hinweg. Halten Sie sich nicht mit dem Kleinkram auf, denn er addiert sich zu einem echten Zeitdieb.

Schauen Sie auf das große Ganze, denn das ist die Grundlage Ihres Wachstums. Auch Einstein sagte: „Lieber im Großen einigermaßen richtig als im Detail perfekt.“

(c) 2013, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbH

Mandat Wachstums-Wochenstart #42: Fassen Sie sich kurz

Ihr Fokus in dieser Woche: Fassen Sie sich kurz.

Die meisten Gespräche sind zu lang. Ich spreche hier nicht über private Diskussionen, sondern über geschäftliche Gespräche. Dinge werden gesagt, mit anderen Worten wiederholt wiederholt, dadurch aber nicht besser, sondern nur länger. Dinge werden unpräzise formuliert und bedürfen der Präzisierung, werden dadurch wieder länger. E-Mail-Verkehre werden unnötig in die Länge gezogen: „Danke!“, „Bitte, gern geschehen, aber ich habe zu danken!“, „Nein, ich habe zu danken!“ – Gähn.

Formulieren Sie präzise und fassen Sie sich kurz. Kein Sprechdenken, kein Schreibdenken. Denken Sie erst und sprechen Sie dann. Denken Sie erst und schreiben Sie dann. Was ist das Ziel der E-Mail, des Gesprächs, des Arbeitstreffens? Was wollen Sie erreichen? Arbeiten Sie von dort aus rückwärts.

Man nehme sich ein Beispiel an dem Schild auf dem Foto. Man möchte nicht, dass dort geparkt wird. Klar?
Gesehen bei uns in Dortmund.

(c) 2013, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbHNicht parken

Der Wachstums-Wochenstart #41: Strategisch denken

Ihr Fokus in dieser Woche: Nehmen Sie sich eine oder zwei Stunden Zeit, um strategisch zu denken.

Der natürliche Feind der Strategie ist das Tagesgeschäft. Das Mandat-Team ist soeben von der jährlichen Mandat-Strategietagung zurückgekehrt. Wir haben uns von Mittwoch Abend bis Sonnabend Morgen Zeit genommen, um über die Mandat-Strategie zu reflektieren und Schlüsse für das jeweils eigene Tun in diesem Jahr abzuleiten. Wir tun dies regelmäßig, stets Ende Januar, Anfang Februar. Diese strategische Auszeit, die nicht im Ungefähren verbleibt, sondern sehr konkret wird, hilft uns, den inneren Kompass wieder auszurichten.

Was tun Sie, um in dieser Woche sehr konkret strategisch zu denken? Wann nehmen Sie sich die Zeit – es brauchen ja nur ein, zwei Stunden zu sein? Wo werden Sie denken? Im Büro, Zuhause? Außerhalb? Wo? Wer ist dabei? Sie allein? Wer sonst?

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Der Wachstums-Wochenstart #40: Hausverstand

Ihr Fokus in dieser Woche: Üben Sie sich in „Hausverstand“.

Sie sind nicht Österreicher und Sie wissen nicht, was „Hausverstand“ bedeutet? Dann sind Sie in bester Gesellschaft, denn es handelt sich um einen Begriff, der aus Österreich stammt und den ich vor kurzem im Dialog mit einem österreichischen Top-Manager bei einem Mittagessen in der Nähe von Wien kennen gelernt habe. „Hausverstand“ lässt sich  am besten mit „gesundem Menschenverstand“ übersetzen.

Zu häufig analysieren wir, wir werfen Argumente hin und her und wir versäumen dabei, auf unseren Hausverstand zu hören, auf unseren gesunden Menschenverstand, der uns schon sagt, was wir zu tun haben. Wie oft sind Sie schon nach tausenderlei Analysen zum Ergebnis gekommen, das Sie vor den Analysen schon kannten?

Schicken Sie die Analytiker nach Hause und verlassen Sie sich auf Ihren Hausverstand. Wenigstens in dieser Woche.

(c) 2013, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbH

Der Wachstums-Wochenstart #39: Point of no return

Ihr Fokus in dieser Woche: Machen Sie sich klar, dass es so etwas, wie einen „Point-of-no-return“ im normalen Leben nicht gibt.

Häufig wird argumentiert, dass man etwas nicht mehr ändern könne, weil der „Point-of-no-return“ überschritten sei, also der Punkt, ab dem man nicht mehr umkehren könne, weil man bereits zu weit fortgeschritten sei. Das ist in den allermeisten Fällen grober Unfug. Ein Bauvorhaben, das ganz offensichtlich zu teuer wird, kann gestoppt und abgerissen werden, eine geschäftliche Partnerschaft (und auch eine private) kann beendet werden, eine Entscheidung kann rückgängig gemacht werden.

Natürlich können die Konsequenzen in einzelnen Fällen sehr erheblich sein. Aber eben diese Konsequenzen, die ein Umdrehen zur Folge hätte, sind es, die meist gescheut beziehungsweise gar nicht erst durchdacht werden. In der Medizin, bei einer Operation zum Beispiel, gibt es einen solchen „Point-of-no-return“. Auch beim Fliegen gibt es ihn, es ist nämlich der Zeitpunkt, ab dem ein Startabbruch nicht mehr möglich ist, weil ein Totalschaden riskiert würde – Piloten kennen diesen Punkt sehr gut. Aber im Geschäftsleben, in der Politik und auch im privaten Bereich muss der „Point-of-no-return“ zu oft herhalten für den Mangel an Mut, eine Wahrheit auszusprechen, eine Kehrtwende zu vollziehen und die Konsequenzen zu tragen.

Haben Sie auch einen solchen vermeintlichen „Point-of-no-return“ vor Augen, den Sie gelegentlich bemühen?

(c) 2013, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbH

Der Wachstums-Wochenstart #38: Entscheiden Sie sich

Ihr Fokus in dieser Woche: Sie sind Entscheider. Entscheiden Sie also.

Entscheider entscheiden, sonst wären sie keine Entscheider. Was so selbstverständlich klingt, mutet in der Praxis mitunter gänzlich anders an. Lange Erörterungen münden in ein entschiedenes „Vielleicht“, unendlich mühselige Diskussionen verlieren sich abschließend in einem kompromisshaften „Sowohl-als auch“. Schade um die Zeit.

Die meisten Entscheidungen bedürfen einer Diskussion, einer Erörterung. Zwei Bedingungen dafür: Es müssen die richtigen Teilnehmer in der Diskussion, der Erörterungsrunde sein, denn sonst ist die Diskussion müßig und es muss abschließend eine Entscheidung getroffen werden, unabhängig davon, ob sie bequem oder unbequem ist.

Nutzen Sie in dieser Woche also gezielt Ihre Entscheidungskompetenz und entscheiden sie wichtige Dinge, Projekte, Entwicklungsthemen, Personalthemen. Sie werden sehen, dass sich an Ihrer Entscheidungsgeschwindigkeit das gesamte Unternehmen ausrichten wird.

(c) 2013, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbH

Der Wachstums-Wochenstart #37: Loslassen

Ihr Fokus in dieser ersten vollständigen Woche des Jahres 2013: Lassen Sie los.

Wenn wir an Dingen festhalten, weil wir sie schon immer getan haben, weil wir meinen, es würde etwas Schreckliches passieren, wenn wir sie nicht mehr tun, weil wir uns gar nicht mehr bewusst sind, dass wir sie tun, ist dies nicht immer zum Guten. Insbesondere dann, wenn wir immer mehr dieser Dinge addieren, wird es mitunter schwierig, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Daher: Lassen Sie los. Trennen Sie sich von Gewohnheiten, die sich längst überholt haben, probieren Sie gezielt Neues aus. Lassen Sie auch die Leine von delegierten Dinge „los“. Entweder, Sie delegieren richtig, indem Sie die Verantwortung für Resultate an die handelnden Personen geben, ohne, dass Sie sich ständig einmischen müssen, oder Sie erziehen sich Erfüllungsgehilfen, die Ihnen am Ende des Tages mehr Kontrollarbeit machen, als Ihnen lieb ist.

Was lassen Sie in dieser Woche los?

(c) 2013, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbH