Mandat Wachstums-Wochenstart Nr. 726: Jeder Ton zählt
Unser Seeon Summit, die jährliche Top-Veranstaltung unserer Seeoner Gilde, eine Zusammenkunft von Unternehmern, Geschäftsführern und Vorständen im kleinen Kreis – wir sind immer etwa 20 Personen –, ging am vergangenen Donnerstag zu Ende. Wir waren in Frankfurt am Main, im Steigenberger Frankfurter Hof und hatten, wie immer, am Mittwoch bereits eine Nachmittagsveranstaltung als „get-together“ und ein nachfolgendes Dinner mit regem Austausch, bevor es am Donnerstag in den fachlichen Austausch ging.
Unsere Nachmittagsveranstaltung wurde diesmal durch zwei fabelhafte Künstler des „Ensemble Modern“ gestaltet. Die Instrumente: Flöte und Horn. Schauen Sie ruhig einmal nach diesem Ensemble. Es gehört zu den weltweit führenden Ensembles für moderne Musik und existiert seit 1980 und ist damit sogar neun Jahre älter als unser Unternehmen.
Abgesehen von der musikalischen Inspiration und den interaktiven Teilen ist mir wieder aufgefallen, mit welcher Ernsthaftigkeit, Hingabe, Leidenschaft jeder einzelne Ton gespielt wurde – auch, wenn es nur ein einziger Ton war, den es zu spielen galt.
Jeder Ton zählt.
Es erinnerte mich an meine Zeit als Hobbymusiker in einer Rockband – lange ist’s her. Auch dort galt für mich als Gitarrist: „Du musst jeden einzelnen Ton Deines Solos, jeden Akkord, jedes Riff, gut spielen.“ – „Ein bisschen gut?“ Das reicht nicht. Ich möchte meine und unsere amateurhaften Darbietungen nicht mit den Weltklasse-Leistungen unserer musikalischen Gäste vergleichen, aber das Prinzip wurde mir am letzten Mittwoch wieder klar.
Jeder Ton zählt. Jeder einzelne Ton.
Spielst Du einen Ton oder mehrere Töne beiläufig, unkonzentriert, mechanisch, ohne Leidenschaft, wie wird das Stück dann werden? Richtig: Beiläufig, unkonzentriert, mechanisch, ohne Leidenschaft. Was denn sonst?
Du kannst Dich auch nicht darauf verlassen, dass die anderen im Orchester, im Ensemble oder in der Band es richten. Jeder Teil, jedes Instrument zählt. Und wenn alle beiläufig, unkonzentriert, mechanisch, ohne Leidenschaft spielen, weil es ja auch reichen könnte, wird man was sein? Richtig: Maximal genügend. Maximal.
Jeder Ton zählt.
Das gilt auch und umso stärker im geschäftlichen Kontext. Beiläufigkeit im Meeting? Es wird ein beiläufiges Meeting. Beiläufigkeit im Verkaufsgespräch? Es wird ein beiläufiger Abschluss, wenn überhaupt. Beiläufigkeit in der Produktentwicklung? Bestenfalls können Sie nachbessern, wenn die Aufmerksamkeit auf das Produkt groß genug ist. Schlechtestenfalls kommt ein weiteres beiläufiges Produkt heraus, das sich in die Reihe einer Vielzahl beiläufiger Produkte reiht.
Jeder Ton zählt.
Wenn wir Projekte für unsere und mit unseren Klienten planen, achten wir auf jedes Detail. Alles muss sitzen. Oft revidieren wir eine erste Struktur, weil sie nicht gut genug ist. Aber wenn das Projekt startet, dann sitzt alles. Projektrahmen, jedes Teilprojekt, jedes Arbeitspaket. Wenn wir Strategien erarbeiten, orchestrieren wir alles, bis alles sitzt. Jeder Ton zählt. So muss es sein. Das ist unser Anspruch.
Was machen Sie jetzt daraus?
Auf eine gute Woche!
Ihr und Euer
Guido Quelle
