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Mandat Wachstums-Wochenstart Nr. 725: Rausgehen

Auf Facebook und auch auf LinkedIn schreibe ich gern, wenn ich unterwegs bin. Auf Facebook ist dies mein, mit Augenzwinkern bespieltes „Paralleluniversum“ und ich poste dies nur für meine Facebook-Freunde, auf LinkedIn ist es für alle lesbar. Manchmal bin ich nur bei Mandat, mit oder ohne Hund, manchmal auf parlamentarischen Abenden oder Wirtschaftsveranstaltungen, manchmal treffe ich mich mit Menschen, mit denen ich verbunden bin, manchmal ist es ein Arbeitstreffen mit Klienten, bei Mandat oder außerhalb.

Immer wieder werde ich gefragt (ist Ihnen eigentlich aufgefallen, dass dieser Satzanfang inzwischen inflationär genutzt wird?), ob mir das keine Mühe macht, man weist mich darauf hin, dass meine Reisen aufwändig seien, viele wünschen mir eine gute Reise und manche sagen mir, ich soll es nicht übertreiben.

Es macht mir aber Freude.

Ich liebe es, rauszugehen, hinaus in mein Paralleluniversum. Seit über 35 Jahren bin ich bei Mandat, ich habe etwa 600 Unternehmen gesehen, mit etwa 300 Unternehmen gearbeitet und etwa 600 Beratungsmandate erhalten. Ich arbeite seit Ende der 1980er Jahre und seit 1999 durchgehend in mehreren Ehrenämtern und gehe gern „raus“. Raus aus dem Alltäglichen, auch wenn es nur ein paar Stunden sind. Irgendwo irgendetwas bewirken, das macht mir Freude.

Zahlt sich das immer wirtschaftlich aus? Nein. Das ist auch der falsche Ansatz. Aber die vielen tollen Menschen, die ich – und nicht nur ich, sondern meine Frau und ich – auf diese Weise kennengelernt haben, sind wunderbar und des Rausgehens allemal wert.

Wir müssen, davon bin ich überzeugt, gelegentlich rausgehen, gelegentlich das Gewohnte verlassen. Wir gewinnen dann Erkenntnisse für das „Innen“, die wir weiterverarbeiten können. Außerdem erweitert sich auf diese Weise der gesamte Horizont.

Ein Mittagessen in einem Club, ein Arbeitstreffen in Berlin, ein Meeting mit dem persönlichen Berater in Florida, Kollegentreffen in New York, Rhode Island, Monaco oder Hong Kong, ein Gespräch in der Heimatstadt, alles gehört dazu.

Bleiben Sie nicht nur zuhause. Gehen Sie raus!

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer

Guido Quelle

Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 566: Mit Kollegen reisen

In Bewerbungsprozessen gab es bei uns früher die „Müsliriegel-Frage“, die wir uns stellten, wenn ein Bewerbungsgespräch abgeschlossen und der Bewerber gegangen war:

„Stell Dir vor, es ist fünf Uhr morgens, Du stehst mit dem Kandidaten, den wir gerade interviewt haben, am Bahnhof in Paris nach einem anstrengenden Klientenmeeting am Vortag. Ihr hattet eine kurze Nacht, jetzt geht es weiter zum nächsten Klienten. Ihr hattet keine Gelegenheit zu frühstücken und ob es im Zug etwas gibt ist fraglich. Du hast noch einen letzten Müsliriegel in Deiner Aktentasche. Teilst Du den Müsliriegel mit Deinem neuen Kollegen oder isst Du ihn lieber heimlich selbst?“

Jaja, natürlich, die Frage darf man heute im Zuge aller denkbaren Denkverbote nicht mehr stellen, sie ist nicht AGG-kompatibel, vermutlich macht man sich damit in multipler Hinsicht sanktionierbar, daher ist die Müsliriegelfrage natürlich ein Rückblick in unsere Vergangenheit, in der es noch kein AGG gab. Ist doch klar.

In unserem Beruf reisen wir viel. Kennen Sie das Gefühl, mit einem Menschen im Auto zu sitzen, der Gesprächsstoff ist ausgegangen und es tritt Schweigen ein? Kennen Sie das? Haben Sie schon einmal festgestellt, dass es unterschiedliche Formen des Schweigens gibt? Das selbstverständliche Schweigen, jeder ist bei sich, es muss ja nicht immer geredet werden und das unangenehme Schweigen, jeder sucht krampfhaft, das Gespräch aufrechtzuerhalten? Letzteres ist nahezu unaushaltbar und körperlich spürbar.

Wenn wir reisen, lachen wir enorm viel. Wir besprechen im Auto Klientenbelange miteinander, schauen, wo wir uns verbessern können, wir planen Fachliches, aber wir sprechen auch viel über private Erlebnisse und, wie gesagt, wir lachen enorm viel. Für unsere „Neuen“ ist das manchmal etwas, sagen wir, „strange“, vulgo „merkwürdig“, aber sie sind schnell abgeholt. So sind wir schon oft mit breitem Grinsen über die Autobahn gehuscht. Auch im Hotel stocken die Gespräche bei uns nicht und wenn geschwiegen wird, fällt dies in die Kategorie „selbstverständliches Schweigen“, es muss nicht dauernd geredet werden, man ist vertraut miteinander.

Für ein funktionierendes Team ist es zwingend erforderlich, dass man sich schätzt. Wir sprechen bei Mandat von uns als eine „Leistungsgemeinschaft“. Wir müssen uns nicht dauernd in den Armen liegen, nicht fortwährend private Unternehmungen miteinander durchführen (vor allem keine vom Unternehmen aufgezwungenen), aber wir müssen uns schätzen. Ist das eine hinreichende Bedingung? Nein, denn das würde zwar zu „Gemeinschaft“, aber nicht zu „Leistung“ passen. Aber: Wachstumsstarke Unternehmen achten sehr wohl auf die Passung, nicht nur auf die Zeugnisse.

Der Mensch zählt.

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer

Guido Quelle

 

 

Zum Reisen gehört Geduld …

Im Brandenburger Hof in Berlin, wo ich kürzlich übernachtete, wartete etwas vorbereitetes Obst und eine Karte auf mich. Das Zitat darauf lässt jeden Reisenden nicken …

„Zum Reisen gehört Geduld, Mut, guter Humor, und dass man sich durch widrige Zufälle, schlechte Kost und dergleichen nicht niederschlagen lässt.“

Adolph Freiherr von Knigge, dem dieses Zitat zugeschrieben wird, hatte – wie so häufig – Recht. Wobei der Brandenburger Hof – ein Mitglied der „Small Luxury Hotels of the World“ Gruppe – nichts zu wünschen übrig ließ und sich nachdrücklich für einen weiteren Besuch empfahl und diese Reise rundum erfolgreich und angenehm war. Bei der nächsten Kapriole werde ich mich dieses Zitats erinnern.