Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 486: Verkaufen, nicht verstecken

Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 486: Verkaufen, nicht verstecken

Es ist kein Zufall, dass ich im Wachstums-Wochenstart immer wieder auf den Vertrieb, den Verkauf, zu sprechen komme. Einerseits ist der Vertrieb „eigentlich“ der wichtigste Wachstumstaktgeber, andererseits erleben meine Kollegen und ich in genau diesem Bereich sehr regelmäßig erhebliche (!) Defizite.

Es werden Ausreden erfunden, damit man vermeintlich problematische Kunden nicht ansprechen muss. Es werden Ausreden erfunden, um zu versuchen, um das Ansprechen und das Durchsetzen einer flächendeckenden Preiserhöhung herumzukommen. Es werden Ausreden erfunden, derenthalben es unmöglich sei, die alten Produkte weiter zu verkaufen. Es werden Ausflüchte ins Ausland gesucht, um im vermeintlich gesättigten Inlandsmarkt nicht weiter in die Verdrängung gehen zu müssen. Es wird vorgetragen, dass es „viel mehr“ Innovationen bedarf – wenn diese dann fertig sind, sind sie natürlich unverkäuflich, weil wichtige Features vermeintlich fehlen oder das Design „nicht funktioniert“. Man würde ja viel (!) mehr verkaufen können, wenn nur der Lagerbestand höher und die Lieferzeiten kürzer wären. Ach ja und natürlich sind die Preise für die Kunden viel zu hoch, diese hätten nämlich mit den ganzen Fixkostensteigerungen genug am Hals, da sei nicht auch noch Spielraum bei den Einkaufspreisen.

Ich kann es nicht mehr hören.

Und noch etwas: Im Vertrieb wird nicht selten miserabel geführt. Management-by-über-die-Mauer-Werfen ist an der Tagesordnung, der Außendienst ist froh, wenn er seine Abreibung in der Zentrale überstanden hat und wieder schön ruhig in sein Gebiet fahren kann, um dort das zu tun, was er immer tut – seit 25 Jahren – und die Vertriebsleitung meint, dass die „Ansage“ mal richtig gewirkt hat.

Hat sie aber nicht.

Ist das in jedem Vertrieb so? Mitnichten! Es gibt sie, die Guten. Es gibt sie, diejenigen, die wissen, was die Produkte und Dienstleistungen ihres Unternehmens – von dem sie fürstlich bezahlt werden! – wert sind. Es gibt diejenigen Profis, die genau wissen, was ihre Kunden – egal welche – jetzt brauchen und die nicht nur die Ware und Leistungen zum Kunden weiterschieben, die diese wollen. Es gibt die pfiffigen Vertriebsasse, die zum Vorteil der Kunden denken, ohne zum eigenen oder zum Unternehmensnachteil zu handeln. Und, ja, es gibt die Vertriebslenker, die richtig viel von Führung verstehen und ihre Mitarbeiter gar nicht erst zu motivieren versuchen, sondern sie auf eine spannende Reise mitnehmen, inspirieren, ihnen einen Entwicklungsrahmen geben, mit stetiger Verortungshilfe.

Diese Profis sind bei Ihnen am Start? Dann sehen Sie zu, dass Sie für diese Menschen stets spannende Aufgaben bereithalten.

In unseren – nach Ansicht unserer Klienten sehr erfolgreichen – Projekten zur Stärkung des Vertriebs treffen wir nie auf eine „reine“ Variante (wirksam und fähig versus schwach und unfähig), immer auf Mischungen. Aber wir stellen fest, dass immer eine der beiden Gruppen überwiegt. Raten Sie ‘mal, welche Unternehmen die Gewinner am Markt sind. Richtig.

Erinnern Sie den Vertrieb gelegentlich daran, dass es darum geht, etwas zu verkaufen, nicht sich zu verstecken. Sonst hieße der Bereich nämlich nicht „Vertrieb“ oder „Verkauf“, sondern „Versteck“.

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer

Guido Quelle


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© 2021, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbH, Dortmund, London, New York.
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Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 485: Der gute Auftrag

Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 485: Der gute Auftrag

„Wir haben den Auftrag!“ – Riesenjubel, die Champagnerkorken knallen, alle sind euphorisch, alle voll des Lobes über die eigenen eingebrachten Fähigkeiten und gelegentlich auch über die der anderen Beteiligten.

Einige Monate später: Leichte Katerstimmung. Der bejubelte Auftrag zeigt sich als wenig erquicklich. Der Kunde reklamiert fortwährend und nicht immer berechtigt, sondern oft um Rabatte auszuhandeln, Ansprechpartner beim Kunden sind kaum erreichbar und reagieren ungehalten auf Anrufe und E-Mails, es erfolgen immer wieder Preisnachverhandlungsversuche, Zahlungen werden eher schleppend geleistet, immer wieder wird etwas zurückbehalten, es könnte ja noch eine Reklamation kommen.

So muss es nicht laufen, aber so läuft es in vielen Unternehmen. Ein lang ersehnter Auftrag wird erteilt und doch erweist er sich als nicht so attraktiv wie gedacht, als nicht so wachstumsfördernd, wie erwartet.

Was ist eigentlich für Sie ein guter Auftrag? Haben Sie mit Ihrem Vertrieb schon einmal darüber gesprochen? Tun Sie das einmal und Sie werden sich möglicherweise wundern.

Unsere Sicht als Wachstumsexperten ist klar: Wachstum beginnt oben, also auch in den ersten Zeilen der GuV-Rechnung, also beim Umsatz. Dieser Umsatz muss profitabel durchs Unternehmen laufen und da beginnt schon die Mehrdimensionalität, denn damit dürfen wir nicht beim Rohertrag, bei der Marge, aufhören, einen Auftrag zu bewerten, denn die Zahlungsmodalitäten und die Qualität der Zusammenarbeit mit dem Kunden – und damit die internen Prozesskosten – gehören ebenso in die Bewertung wie Perspektiven einer möglichen künftigen Zusammenarbeit, also das Ausbaupotenzial und die Komplexität der Leistungserfüllung.

Nein, nicht nur aus der Kostensicht ist das relevant, sondern auch aus der Zukunftssicht. Das macht die Bewertung zwar nicht leichter, ist aber ein Geheimnis erfolgreicher Akquisition. Auch daher sprechen wir mit unseren Klienten so oft über den „idealen Kunden“, auch wenn es nervt. Warum? Weil die Wahrscheinlichkeit, dass der ideale Kunde auch ideale Aufträge erteilt, hoch ist.

Sie finden das mühsam? Von mir aus. Schauen wir uns die andere Seite an: Wenn Unternehmensführung und Vertrieb kein gemeinsames Bild von einem idealen Auftrag, zumindest aber von einem guten Auftrag haben, gerät Vertriebserfolg an dieser Ecke zum Zufall. Doch, doch, selbst wenn wir die Papierrentabilität (Umsatz, Marge, …) zu Rate ziehen, ist noch lange nicht gewährleistet, dass – auf Auftragsbasis betrachtet – das EBT (Ergebnis vor Steuern) auch in Ordnung geht.

Es kostet ja nichts, probieren Sie es einmal aus: Stellen Sie in der nächsten Vertriebsrunde jedem in der Runde die Frage: „Was ist für uns ein guter Auftrag?“ Jawohl, Beispiele aus der Vergangenheit sind erlaubt, sie machen das Ganze plastischer. Entwickeln Sie ein Bild des guten Auftrags und dann arbeiten Sie sich Schritt für Schritt weiter dahin, dass Sie nur noch gute Aufträge gewinnen. Dann können auch die Korken knallen – ganz ohne Katerstimmung.

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer

Guido Quelle


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Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 484: Analog, digital und das große Ganze

Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 484: Analog, digital und das große Ganze

Ich habe fast 110.000 Fotos auf meinem Rechner, alle gut sortiert und das macht es mir recht leicht, Fotos zu finden, sei es zu Personen, zu unseren Hunden oder zu Orten, an denen wir waren. Neulich suchte ich Fotos anlässlich des Ruhestands eines von mir sehr geschätzten Menschen, mit dem ich seit weit mehr als 20 Jahren in verschiedenen Ehrenämtern zusammenarbeite. Es wurden für eine Festschrift Bilder, vor allem aus der Vergangenheit, gesucht.

Kein Problem. Rechner an, Foto-App geöffnet, Suchfunktion strapaziert, lauter Resultate. Doch, Halt! Was war das? Ich kam gar nicht so weit in die Vergangenheit, wie ich wollte. Das erste digitale Foto in meiner Foto-App ist datiert auf den 12. April 2000. 1999 oder früher? Nichtsda.

Gut, dass ich seinerzeit unsere circa zwölf- bis fünfzehntausend analogen Fotos gescannt hatte – das war im Übrigen ein Mehrjahresprojekt. Sie liegen zwar noch nicht in der Foto-App, aber die Fotos sind sauber auf dem Rechner abgelegt. Es handelt sich um Fotos aus buchstäblich 100 Fotoalben, beginnend in den 1970er Jahren. Ich wurde fündig.

Dabei wurde mir eine Dimension klar: 12.000 oder 15.000 Fotos aus etwa 25 Jahren, 110.000 aus den 20 Jahren danach – bereits ausgemistet, ohne Whatsapp-Fotos, und so fort. Das ist nahezu Faktor 10.

Erinnern Sie sich noch an die analoge Fotografie? Ein 24er oder 36er Film, wir diskutierten über die Vor- und Nachteile von Agfa-, Kodak- oder Fujifilmen. Man nahm ein paar Filmrollen mit in den Urlaub, fotografierte ausgesuchte Motive, hatte keinen Schimmer davon, ob das Bild gut geworden ist. Zurück aus dem Urlaub: ab zum Drogeriemarkt, Kontaktabzüge bestellen, um zu sehen, welche Fotos man entwickeln lassen wollte – zu bemerkenswerten Kosten. Dann der große Tag, die Fotos kamen in Fototaschen und man schaute sich gemeinsam die Bilder an, eines nach dem anderen, erinnerte sich an die Situation, hatte den ganzen Urlaub vor Augen.

Und heute? Fotos ohne Ende. Sicherheitshalber gleich einige von derselben Situation, noch eine andere Pose, eine andere Perspektive, Sofortkontrolle, das einzige Limit ist der Speicherplatz. Allein im Jahr 2014 wurden laut Statista täglich 1,8 Milliarden Fotos auf Facebook, Insta, Snapchat und so fort hochgeladen und wir sind heute sieben Jahre weiter, ich bin sicher, die Fotomenge hat sich exponentiell weiterentwickelt.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber wir kommen zuhause manchmal kaum dazu, unsere Fotos auszumisten, anzusehen, ihnen Aufmerksamkeit zu widmen. Auch frage ich mich immer wieder, ob Menschen, die in Fußballstadien oder Konzertarenen fortwährend filmen, sich diese Clips hinterher noch einmal ansehen. Ich kann von mir sagen, das war bisher selten der Fall und es lohnt sich für mich nicht.

Ich möchte gar kein Verhalten bewerten, aber sicher ist eines: Wir können die Zeit nicht festhalten. Außerdem stellen sich mir zahlreiche Fragen, auf die ich noch keine Antwort habe: Erfahren die Augenblicke noch genügend Aufmerksamkeit? Hat sich der Fotografie-Sinn verändert – vom Aufnehmen einer Erinnerung hin zum sofortigen Teilen mit anderen, zur Selbstdarstellung? Welche Auswirkung hat der Versuch, die Vergangenheit lückenlos in Echtzeit festzuhalten? Verlernen wir den Blick auf das große Ganze, weil wir die Aufmerksamkeit so oft auf Mikro-Momente lenken und die Anzahl fotografierter Situationen immer größer wird?

Ich habe heute weder eine Antwort noch einen konkreten Wachstumsrat für Sie – doch, vielleicht diesen: Genießen Sie den Moment und behalten Sie das große Ganze im Auge.

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer

Guido Quelle


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Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 483: Quantenmechanik und Unternehmensführung

Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 483: Quantenmechanik und Unternehmensführung

Beschäftigen Sie sich manchmal mit Quantenmechanik, mit Quantenphysik? Nein, nein, nicht als Experte, als – sagen wir – „interessierter Laie“? Ich tue das gelegentlich – aus ganz unterschiedlichen Gründen, einer davon ist, dass ich Einstein großartig finde – und bin immer wieder fasziniert, in welchen Dimensionen die Forschung stattfindet und wie schnell man an die Grenzen des Fassbaren, Messbaren, Verstehbaren, Glaubwürdigen gerät. Ich gerate zumindest oft dahin.

Es wurde zum Beispiel hinlänglich nachgewiesen, dass sich ein Teilchen an zwei unterschiedlichen Orten zur gleichen Zeit befinden kann, was man durch einfache Experimente selbst zu ergründen in der Lage ist, was unser (mein) Vorstellungsvermögen aber schnell sprengt. Eine andere quantenmechanische Feststellung ist, dass Dinge sich, ihr Verhalten, verändern, wenn man sie beobachtet, dass sich unbeobachtete Teilchen also anders verhalten, als beobachtete und dass auch die Intensität der Beobachtung eine Rolle spielt.

Keine Sorge, ich drifte nicht ab – zumindest nicht mehr, als sonst –, aber hier kommen wir recht rasch zu Ableitungen für uns in der Unternehmensführung. Wenn wir einmal annehmen, dass die quantenphysikalische Feststellung auf der Mikroebene sich auf die Makroebene übertragen lassen würde, dann würde es bedeuten, dass Sachverhalte, Personen, die Aufmerksamkeit erlangen, sich anders verhalten, als ohne diese Aufmerksamkeit.

Und genau das ist der Fall, von dem ich sicher bin, dass Sie ihn auch schon erlebt haben. Sie widmen sich einer besonderen Angelegenheit sehr genau und führen sie dadurch schneller und gründlicher zu einem Ergebnis. Sie widmen sich einem Mitarbeiter besonders und er entwickelt sich besser, als ohne diese Aufmerksamkeit, sie arbeiten gemäß ihrer Prioritäten (haben also nur exakt EIN Projekt mit „höchster Priorität“) und – siehe da – wie von Geisterhand geschehen Dinge schneller und besser.

Der Umkehrschluss ist statthaft: Ohne Aufmerksamkeit, ohne Zuwendung oder bei sehr stark fragmentierter Aufmerksamkeit werden Dinge schlechter. Wir haben nur 100 Prozent Aufmerksamkeit. Wenn wir diese auf 10 Projekte lenken, erfährt jedes Projekt durchschnittlich 10 Prozent Aufmerksamkeit. Wenn ich „Multitasking“ im Sinne von „mehrere Dinge gleichzeitig konzentriert tun“ betreibe (was nachweislich nicht geht, ich schrieb darüber), verschwende ich Energie.

Was können wir tun?

  1. Wenn Sie etwas stört, oder wenn Sie etwas besonders voranbringen wollen, widmen Sie dieser Angelegenheit ihre Aufmerksamkeit und zwar ihre volle Aufmerksamkeit für den von Ihnen jeweils vorgesehenen Zeitraum. Keine Ablenkung, kein Multitasking.
  2. Wenn Sie feststellen, dass etwas in Ihrem Unternehmen partout nicht vorankommt, artikulieren Sie dies und sagen Sie, dass Sie sich die Dinge genauer ansehen werden. Sie werden sich wundern.
  3. Wenn Sie selber den Eindruck haben, mit angezogener Handbremse zu fahren, überdenken Sie Ihre Prioritäten und prüfen Sie, ob Ihre eigentlichen Prioritäten mit Ihrem Handeln übereinstimmen. Ihr Kalender ist unbestechlich.

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer

Guido Quelle


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Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 482: Der Markt ist gesättigt

Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 482: Der Markt ist gesättigt

In den Wachstumsprojekten, die wir mit unseren Klienten zum Erfolg führen, spielt der Vertrieb immer eine zentrale Rolle; das liegt auf der Hand, weil der Vertrieb natürlich die wichtigste Einheit ist. Jaja, natürlich, wir sind alle wichtig, mögen uns auch alle, wissen auch, dass die eine Abteilung ohne die andere nicht arbeiten kann, und so fort. Und: Ohne Vertrieb können alle anderen heimgehen. Wo nichts verkauft wird, braucht auch nichts eingekauft zu werden, keine Buchhaltung gemacht zu werden, kein Geschäft geführt zu werden. Ohne Vertrieb kein Wachstum.

Umso bemerkenswerter finden wir ein Statement, das wir vergleichsweise oft hören und das auch durch permanentes Wiederholen nicht besser wird. Es ist kurz, hat aber immense Ableitungen. Es lautet:

„Der Markt ist gesättigt.“

Interessanterweise bezieht sich das fast immer auf den Heimatmarkt – nahezu unabhängig davon, ob es sich um ein deutsches oder ein Unternehmen in einem anderen Land handelt. Ich habe dies schon von Schweizer, österreichischen, niederländischen, belgischen, US- und vielen anderen Unternehmen gehört.

„Der Markt ist gesättigt.“

Die Ableitung, die daraus entsteht, ist fatal: Erstens muss man (natürlich, das liegt ja auf der Hand) zwingend und möglichst viel internationalisieren, exportieren, Niederlassungen im Ausland aufbauen, Distributeure gewinnen. Zweitens kann man sich noch so stark anstrengen im „domestic market“, es wird zu nichts führen – außer, jaaaa, auuuußer … wir senken die Preise.

So geht das nicht mit dem profitablen Wachstum. Erstens führt ein durch Aktionismus geprägtes, starkes Internationalisieren fast immer zu heillosem Chaos – Internationalisierung beginnt mit Ordnung daheim –, zweitens ist das Statement „Der Markt ist gesättigt“ hinlänglich häufig nicht haltbar.

Wir fragen dann immer: „Haben Sie 40 Prozent Marktanteil oder gar mehr?“, „Kennt jeder Kunde die Marke?“, „Welches sind die Bedürfnisse Ihrer Kunden? Wie haben diese sich verändert?“, „Wann haben Sie zuletzt Ihren Vertriebsansatz modernisiert?“, „Was meinen Sie mit ‚gesättigt‘ eigentlich genau?“ und vieles mehr.

Die Behauptung „Der Markt ist gesättigt“ ist selten substanziierbar, häufig eine Schutzbehauptung und sagt in vielen Fällen mehr über die Vertriebsintelligenz des Unternehmens aus, als über den Markt. Vielfach spricht eine haarsträubende Kapitulation aus diesem Satz. Wie wird denn mit einer solchen Haltung verkauft? Richtig: schlecht.

Aber der gesagte Satz aus dem Vertrieb ist nur die eine Seite. Die andere Seite sind Vertriebsleiter und Geschäftsführer, die dies unkommentiert stehenlassen oder es gar selbst sagen.

Und während die Wettbewerber unserer Klientenunternehmen sich mit der Annahme „Der Markt ist gesättigt“ herumärgern, erobern unsere Klienten weiter Markt – profitabel, im Heimatmarkt – und expandieren systematisch in weitere Märkte. So geht das mit dem Wachstum.

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer

Guido Quelle


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Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 481: „Das macht uns aus!“

Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 481: „Das macht uns aus!“

Es ist herrlich, wieder zu reisen und in Restaurants gehen zu können. Auf unserer Lieblingsinsel herrschte zu unserer Anreise die Pflicht, zur Fährfahrt einen negativen tagesaktuellen (offiziellen) Corona-Test vorzuweisen, die Fähre wird nur zu zwei Dritteln ausgelastet, auf der Insel gibt es eine Teststation, zweimal pro Woche möge man sich testen lassen, wenngleich die Gastgeber es bei deutlich abnehmender, einstelliger Inzidenz auch nicht mehr verpflichtend einfordern. Aber das Angebot ist barrierearm, es wird ein Lolly-Test gemacht, die Terminvergabe ist online im Drei-Minuten-Takt möglich, ohne Termin kann man sich auch testen lassen, muss nur ein Formular ausfüllen, gegebenenfalls etwas warten, alles ist sehr bequem. Es gibt überhaupt keinen Grund, das Testangebot nicht zweimal pro Woche anzunehmen. Viele Gastgeber arbeiten mit Luca, die ganze Insel ist sehr bemüht, „sauber“ zu bleiben.

Eines der Restaurants, das wir auf der Insel gerne besuchen, hat trotz aller Lockerungsmöglichkeiten nach wie vor die Regel, dass man nur mit einem tagesaktuellen Negativ-Test oder mit vollem Impfschutz, nachzuweisen per Impfpass, Einlass erhält. Damit möchte man die Gäste und auch das noch nicht vollständig durchgeimpfte Personal schützen. Wir finden das gut und nachvollziehbar.

Aaaaber, nicht alle finden das gut. Meine Frau und ich bekamen am Dinnertisch mit, wie sich Gäste, die eine Reservierung vornehmen wollten, darüber monierten, dass diese Regelung besteht. Selbst, wenn man erst einmal geimpft ist, brauche man einen Test? Jawohl. Selbst, wenn man einen zwei Tage alten Test hätte, gälte dieser nicht? Richtig, man wolle Gäste und Personal schützen. Argumente, Diskussion, blablabla.

Dann das vermeintliche Killerargument: „Andere Restaurants handhaben das aber anders, viel lockerer.“

Die klare, deutliche, höfliche und überraschende Antwort des Obers?

„Tja. Das macht uns aus!“

Stille. Pause. Ruhe. Keine weitere Diskussion.

Wir fanden das großartig. Das war mal ein Statement. Klar, deutlich, differenzierend, positiv. Und meine Frau sagte sofort: „Das wird ein Wochenstart.“

Was nehmen wir für „Wachstum“ mit? Manche allfällige Diskussion muss unbedingt abgebrochen werden. Dies funktioniert oft nicht mit Argumenten, weil es dann immer weiter, immer weiter geht. Manche Diskussion bedarf einer Ich- (oder Wir-) Aussage. Wir wollen das so, wir finden das gut und überdies ist es ein Vorteil und ein Differenzierungskriterium. Manche zähe Diskussion benötigt dieses Überraschungsmoment.

Ob die Gäste reserviert haben? Das haben wir nicht mehr verfolgt, aber zumindest konnten die beteiligten Mitarbeiter weiterarbeiten. Wachstum benötigt eben positive Klarheit.

 

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer

Guido Quelle


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Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 480: Primärquellen nutzen

Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 480: Primärquellen nutzen

Wir haben während der Pandemie überrascht feststellen können, wie sich ein großer Teil der Bevölkerung von Fußball-Bundestrainern zu Virologen und Epidemiologen entwickeln konnte. Das war schon faszinierend. Allerorten schossen plötzlich Experten ums Eck, darunter waren übliche Verdächtige, die sowieso zu allen Themen etwas sagen, aber auch viele unbekannte Hobby-Virologen zeichneten sich durch zwielichtiges YouTube-Wissen aus.

Auch die Berichterstattung überschlug sich. Viele Meldungen bezogen sich auf die gleiche Quelle und je seriöser das Medium war, das eine Meldung veröffentlichte, desto weniger genau schaute man hin, ob der Quellenbezug seriös war. Zack, war die Ente plötzlich eine Wahrheit und viel zu viele faselten einfach falsche Inhalte unreflektiert vor sich hin.

Vor kurzem wäre ich auch fast auf eine Meldung hereingefallen, in der sich wieder einmal einige Medien darüber echauffierten, dass Bezos, Musk und Co. so wenig Einkommensteuern zahlten. Die genannten Quoten kamen mir merkwürdig vor. Auf Twitter wurde ich auf die Quelle aufmerksam: propublica.org. Ich las den Artikel und traute meinen Augen nicht: Die persönlichen Steuersätze wurden aufgrund des Börsenwerts der Unternehmensanteile berechnet. Heraus kamen natürlich irrwitzig kleine Steuersätze.

Nehmen wir an, ein Lediger bezöge als geschäftsführender Alleingesellschafter eines mittelständischen Familienunternehmens Einkünfte aus seiner Tätigkeit, die zu einem zu versteuernden Einkommen von 500.000 Euro führen. Ab 265.327 Euro zahlt er den Spitzensteuersatz von 45% in Deutschland. Insgesamt werden 219.000 Euro Steuern inkl. Soli fällig. Durchschnittssteuersatz: knapp unter 44% inkl. Soli.

Nehmen wir an, das Unternehmen sei 50 Millionen Euro wert. Legte man die Berechnung von propublica.org zugrunde, würde bei jenem geschäftsführenden Alleingesellschafter die Berechnungsbasis auf 50 Mio. + 500.000 = 50,5 Mio. Euro gesetzt. Gezahlte Steuern: 219.000 Euro. Steuersatz daher: 0,43%.

So geht das mit den Zahlen.

Die Berechnung würde bereits bei einem mittelständischen, florierenden Unternehmen zu einer unglaublichen Verringerung des prozentualen Steuersatzes führen. Das Vermögen, das in einem Betrieb, in seiner Substanz und in seinem Ertragspotenzial liegt, ist aber erst dann auf der persönlichen Ebene realisiert, wenn der Verkauf vollzogen ist. Und es unterliegt permanent dem Risiko „Nullwert“.

Der ganze Bericht war scheinheilig. Scheinbar neutral, von einer „investigativen“ Plattform veröffentlicht, werden auf diese und andere Weisen Falschmeldungen in die Welt gesetzt, die auch von seriösen Medien oft nicht hinterfragt werden.

Was lernen wir daraus für unser Thema „Wachstum“?

Wir müssen uns immer wieder die Mühe machen, Primärquellen zu sichten und wir müssen auch unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nahelegen und beibringen, dies zu tun, statt dass wir offensichtlichen Unsinn wiederkäuen.

Doch wie wollen wir das auch noch schaffen? Hier ist meine Faustformel: Immer, wenn Ihnen etwas merkwürdig vorkommt und es Ihnen wichtig erscheint, schlagen Sie es fundiert nach. Sie werden sich wundern!

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer

Guido Quelle


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Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 479: Rechts und links der Straße

Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 479: Rechts und links der Straße

Wenn man auf einer Landstraße im Genusstempo fährt, wenn man auf der Autobahn oder auch in der City im Stau steht, wenn man ohne Hektik einen Weg erwandert, fallen Dinge auf, die rechts und links des Weges sind. Ein Feld, Wild auf der Lichtung, die Berge in der Ferne, in der City ein Geschäft oder ein Restaurant, das man noch nie gesehen hat, ein neu angestrichenes Haus, auf dem Wanderweg Blumen, Tiere, vielleicht sogar ein Gewitter ganz weit weg, unbedrohlich.

Wenn wir schnell fahren oder gehen, fallen uns diese Dinge nicht auf, wenn wir unter Leistungsdruck stehen, blenden wir den Rand aus und konzentrieren uns auf den direkten Weg und auf das Ziel. Dies ist wichtig, weil wir durch die Geschwindigkeit nur die relevanten Informationen aufnehmen können, anderenfalls riskieren wir zuviel.

Genau so, so schnell, ist es auch im Studium, so wie es aktuell durchgezogen wird. Ich bin neulich als Alumnus der Technischen Universität Dortmund interviewt worden und habe bekannt, dass ich in meinem Studium erstens nicht regelhaft auf dem Campus war, zweitens recht lange für mein Vordiplom, dafür wesentlich kürzer für mein Hauptstudium gebraucht habe und drittens das genau das Richtige für mich war, weil ich mich um die Dinge rechts und links des Weges kümmern konnte: Mein eigenes kleines Unternehmen zur Finanzierung des Studiums, die damit verbundene Erfordernis, sich mit Kundenanforderungen auseinanderzusetzen (etwas, das meinen Informatik-Kommilitonen recht fremd erschien), mein Studentenjob bei Mandat. Ich war oft mit Freunden zum Klettern oder Mountainbiken unterwegs, im In- und Ausland.

Und trotzdem habe ich das Studium, das wahrlich kein Spaziergang war, mit „Sehr gut“ abgeschlossen. Komisch. Oder war es gar „deswegen“ statt „trotzdem“?

Wir wissen es nicht und dies gilt es auch heute nicht zu ergründen. Ich möchte vielmehr darauf hinaus, dass die Studentinnen und Studenten heute ein ganz anderes Tempo an den Tag legen müssen. Der Bologna-Prozess ist kein Vorteil, er ist ein Nachteil. Der Wahnsinn, dass Absolventen immer jünger sein müssen, führt dazu, dass sie das rechts und links Liegende aus den Augen verlieren, schnell für Prüfungen lernen – dabei oft und erkennbar Wissen ohne Verständnis abliefern –, mit geringerer Reife in den Unternehmen auftauchen und oft erst einmal das Leben lernen müssen. Schade, denn im Unternehmen herrscht erneut oft genug Druck und nicht immer die Möglichkeit, zu spielen. Pflichtpräsenzen, eine extrem hohe Prüfungsdichte, eine enorme Fachvielfalt, all das soll förderlich sein? Nein, da bin ich völlig anderer Auffassung.

Ich gebe meinen Studenten in meinen Vorlesungen immer Dinge mit auf den Weg, die sie abseits des zu besprechenden Fachs für ihr Leben mitnehmen können, das sehe ich als eine meiner wesentlichen Aufgaben an. In unserem Unternehmen ermöglichen wir es jungen Kolleginnen und Kollegen, risikoarm „anzukommen“, also erst einmal die erforderliche Sicherheit zu erlangen, derer es für unseren anspruchsvollen Beruf bedarf. Linda Vollberg (über 11 Jahre dabei), Lisa Wolff (fast 6 Jahre dabei), Pascal Kowsky (über 8 Jahre dabei), können besser darüber referieren, ob und wie gut das bei uns klappt, alle drei sind während ihres Studiums zu uns gekommen. Dazu gehört auch, dass wir es ermöglichen, rechts und links des Weges zu schauen – wenn es schon das Studium nicht ermöglicht.

Nun der Bogen zu unserer unternehmerischen Praxis und zu Wachstum: Wir können nur persönlich und unternehmerisch wachsen, wenn wir das Tempo modulieren, wenn wir also mal schnell, mal gemäßigt unterwegs sind. Wir können nur wachsen, wenn wir Neues hinzulernen und auch einmal Dinge zur Kenntnis nehmen, die vielleicht nicht unmittelbar nützlich sind, sogenannte „IAI-Themen“ (Interessant, aber irrelevant). Systeme, die nur auf Effizienz getrimmt sind, sind selten von Dauer.

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer

Guido Quelle


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Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 478: Satellite

Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 478: Satellite

Auf Antenne Bayern wurde vor kurzem nach einem Interview mit Lena Meyer-Landrut ihr Mega-Hit „Satellite“ gespielt. Erinnern Sie sich? Es ist schon elf Jahre her, 2010 war es, als der Titel veröffentlicht wurde und er hat die Welt im Sturm erobert, gipfelnd in dem Gewinn des European Song Contests im Jahr 2010.

Meine Frau und ich waren gemeinsam im Auto unterwegs, als wir den Titel hörten und haben uns darüber gefreut. Dann haben wir uns gefragt, was „Satellite“ besonders macht und gemacht hat, so dass es sogar zum Sieg im ESC kam. Hier kommen einige Erkenntnisse:

  • Der Song ist fröhlich (obwohl in Moll gehalten), gefällig und war in seiner Art weitgehend neu.
  • Der Text ist vergleichsweise leicht, keine echte Problembewältigung, nur eine allfällige Liebesbekundung, keine ideologische Aufarbeitung von Weltschmerz, kein „Betroffenheits-Pop“ (danke, lieber Tom Hegermann, für diesen Begriff!), also auch keine versuchte Eigentherapie auf Kosten der Hörer – diese Leichtigkeit wird heute schmerzlich vermisst.
  • Es ist ein guter Mitwipp-Beat (4/4 Takt, 95 beats per minute), keine Schnarchnaseneinschlafmusik, die den Fahrer-Aufmerksamkeitssensor im Auto triggert
  • Der Song ist unperfekt- Über die seinerzeitige englische Aussprache der Künstlerin haben sich Tausende die Mäuler zerrissen – dafür hat die Künstlerin aber den Contest gewonnen und die Kritiker nicht. Erfolg ist unbestechlich.
  • Eine energiegeladene, dynamische, fröhliche Protagonistin.
  • „Satellite“ polarisiert durch seine Art. Die meisten die ihn kennen, haben eine Meinung zu dem Titel

Das waren nur einige Erkenntnisse.

Wir würden ja nicht im Wachstums-Wochenstart über Lena Meyer-Landrut und Satellite sprechen, wenn wir nicht auch über Wachstum sprechen wollten. Also: Können wir etwas aus diesem Erfolgssong für unser Business ableiten? Ich glaube schon, denn ich beobachte, dass manche Prinzipien sich regelhaft in erfolgreichen Produkten und Leistungen wiederfinden:

  • Sie sind entweder leicht zu verstehen oder werden verständlich erklärt.
  • Sie sind positiv, schaffen eine Lösung, nicht ein weiteres Problem
  • Sie machen auf eine gewisse Art und Weise Freude, man fühlt sich mit ihnen besser als ohne sie.
  • Sie sind nicht perfekt. Trotzdem nutzt man sie gerne wieder.
  • Sie werden von Unternehmen und Mitarbeitern angeboten, die mit Energie und Freude an die Arbeit gehen und ihre Kunden nicht merken lassen, dass es manches Problem geben könnte.
  • Sie haben Kontur und differenzieren sich von den Produkten und Leistungen des Wettbewerbs.

Ist doch klar, meinen Sie? Nun, dann machen Sie in Ihrem Unternehmen einmal den Realitätstest, ich bin gespannt.

Im Übrigen entsteht der Erfolg mancher dieser Produkte unerwartet. Die Komponisten von „Satellite“ hatten den Song nie für den ESC geplant, eine der Komponistinnen hatte von dem Contest überhaupt noch nichts gehört.

Alan Weiss sagte mir einmal “You’ll never know where the next hit is coming from.“ Recht hat er.

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer

Guido Quelle


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Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 477: Nach Corona

Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 477: Nach Corona

Haben Sie schon ein „Nach-Corona-Meeting“ geplant? Das war eine Frage in meinem Editorial der Juni 2021-Ausgabe des Mandat Growthletters. Und? Haben Sie? Oder haben Sie es sogar schon durchgeführt?

Unser „Nach Corona-Meeting“ wird am Donnerstag stattfinden. Der Kreis: Mandat-Geschäftsführung. Wir werden uns zunächst zu Dritt darüber verständigen, was wir nun, angesichts der absehbaren Entwicklung von der Pandemie zu einem zunehmend endemischen Phänomen, taktisch und strategisch tun werden. Um dies zu verabreden, gehört als erstes unsere Strategie auf den Tisch, denn entweder müssen unsere Beschlüsse sich ja aus der Strategie ableiten, oder wir stellen fest, dass Ergänzungen der Strategie oder Änderungen an der Strategie erforderlich sind.

Fragen, die uns beschäftigen werden, sind: Haben wir in der Pandemie Dinge entdeckt, die es unseren Klienten erlauben, noch werthaltiger von unserer Arbeit zu profitieren? Haben wir Formate entdeckt, die weniger Aufwand und gleichen oder höheren Nutzen bieten? Haben wir Leistungen entdeckt, die vorher nicht „denkbar“ oder nicht akzeptabel erschienen? Haben wir erstrebenswerte und weniger erstrebenswerte Formen der Zusammenarbeit entdeckt, die wir beibehalten oder sofort wieder eliminieren wollen? Was bedeutet die Pandemie (und die auf Zeit absehbare Wahrscheinlichkeit einer erneuten Pandemie) für unsere Unternehmenszukunft?

Wir werden uns darüber verständigen, was wir erneuern wollen, was wir ausbauen wollen, was wir behalten wollen und was wir eliminieren wollen.

All das entlang unserer Strategie. Denn dafür ist sie ja da, nicht um Papier zu belasten, oder Bildschirmpixel zu füllen.

Sollten Sie das „Nach-Corona-Meeting“ noch nicht geplant haben, tun Sie es jetzt. Sollten Sie es schon durchgeführt haben, implementieren Sie die Schlüsse daraus. Wenn Sie in der Unternehmensführung Einigkeit erzielt haben, binden Sie die Mannschaft ein. Diskutieren und entscheiden Sie. Leiten Sie alles aus der Strategie ab, damit Sie kongruent sind.

Sollten Sie keine fundierte, nachlesbare, dokumentierte, nachvollziehbare Strategie haben, ist es an der Zeit, das dringend zu ändern. Unsere Klienten genießen immer wieder die Klarheit, die aus der mit uns erarbeiteten Strategie entsteht und die Schnelligkeit, mit der Dinge, die zwischen Unternehmensführung und Fachexperten in der Mitarbeiterschaft errungen werden, umgesetzt werden können. Kongruent, verständlich, verbindlich. Resultat: Wettbewerbsvorteile.

Und diejenigen, die das „Nach-Corona-Meeting“ schon hatten, dürfen mir gern darüber berichten.

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer

Guido Quelle


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© 2021, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbH, Dortmund, London, New York.
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