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Mandat Wachstums-Wochenstart Nr. 735: Produktivität steigern? Gerade jetzt!

Diejenigen, die uns und mir schon lange „folgen“, wie man heute so schön sagt, die uns also schon länger kennen, unsere Veröffentlichungen lesen, Vorträge hören, sogar mit uns zusammengearbeitet haben, wissen, dass wir für das Wachstum unserer Klientenunternehmen stehen. Für gesundes profitables Wachstum; dafür, dass die Unternehmen unserer Klienten so aufgestellt sind, dass dieses gesunde profitable Wachstum nicht zufällig, sondern dauerhaft im Unternehmen stattfindet.

Sie wissen auch, dass wir dafür eintreten, zu erkennen, dass Wachstum von innen kommt – kommen muss –, nicht nur von außen befeuert sein darf. Bereits vor drei Wochen schrieb ich an dieser Stelle darüber, wie mit Gegenwind umzugehen ist, dass Turnarounds auch zu Wachstum gehören und dass viele Unternehmen sich derzeit diesem Gegenwind ausgesetzt sehen.

Gerade in diesem Gegenwind, gerade bei konjunkturell „spannenden“ Zeiten, gerade in Zeiten angespannter Finanzen und erhöhter Unsicherheit stellt sich die Frage, wie man mit Bordmitteln besser werden kann, ohne gleich das ganze Unternehmen auf den Kopf zu stellen und ohne gleich hohe Summen investieren zu müssen.

Wir haben eine Antwort darauf: Wenn Ihre Strategie Ihrer Auffassung zufolge vernünftig trägt, wenn Sie nicht der Auffassung sind, dass kurzfristig eine neue Strategie hermüsse, um das Unternehmen auf Kurs zu halten, wenn die Strategie also aktuell „gut genug“ für die nächste Zukunft ist, dann konzentrieren Sie sich auf eine deutliche Erhöhung der Produktivität in Ihrem Unternehmen.

„Aaaaah, Herr Quelle spricht jetzt über den Einsatz von KI. Ja, da sind wir schon dran.“

Jein. Natürlich hilft KI dabei, produktiver zu werden, aber es gilt auch hier: Müll rein, Müll raus. Erinnern Sie sich an die Anfänge der Digitalisierung? Damals hieß es: Ein schlechter herkömmlicher Ablauf wird digitalisiert zu einem schlechten digitalen Ablauf. Jetzt, mit KI, wird das schwieriger, denn bei Automation von Abläufen kommen wir um eine gewisse Neuordnung nicht herum.

Bereits vor zwei Jahren haben wir bei Mandat uns auf eine unserer Kernkompetenzen besonnen, die wir seit unserer Gründung 1989 (im letzten Jahrtausend!) mit uns führen und kontinuierlich gezielt weiterentwickelt haben: Die Kompetenz, auch sehr komplexe Prozessgeflechte zu ordnen und mit unseren Klienten durch die Neuordnung, großzügige Entschlackung und Beschleunigung der Abläufe für einen erheblichen Produktivitätsschub zu sorgen. Schneller, besser, günstiger, das ist das Ziel.

Wir sind Berater, also – ein wenig Selbstironie muss erlaubt sein – haben wir natürlich (!) eine moderne Methode daraus gemacht. Das Resultat ist das Mandat-Produktivitätssteigerungsprogramm. Es ist inzwischen so weit, dass es in Unternehmen bereits erstaunliche Erfolge erzielt hat.

Es ist jetzt eine exzellente Zeit, Ihre Prozesse-Landschaft auf den Prüfstand zu stellen. Nein, nicht in jedem Detail, sondern beim Groben begonnen. Es beginnt bei der Frage, ob gewisse Prozesse überhaupt noch wichtig sind. Hier verweise ich auf meinen Wochenstart der vergangenen Woche, wo ich über die Granularitätsampel schrieb. Erliegen Sie nicht der Versuchung, in den Details zu beginnen, das führt zu gar nichts, außer zu der Erkenntnis, dass alles wichtig und keine Veränderung möglich ist. Auch und vor allem die Schnittstellen zwischen den Fachbereichen müssen zwingend auf den Prüfstand, ich gehe jede Wette ein, dass sich hier Gewohnheiten etabliert haben, die niemand mehr erklären kann und die keinen Sinn ergeben.

Was tun Sie also, um Ihrer Produktivität einen erheblichen Schub zu verleihen – abgesehen von und sogar zeitlich vor dem KI-Einsatz? Es ist jetzt an der Zeit.

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer

Guido Quelle

Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 578: Die Prozesse-Landschaft

Ich musste kürzlich lachen, als ich an einen alten Stehsammler Mitte der 1990er Jahre dachte – für die Jüngeren unter uns: Stehsammler sind Papp-Schober, in denen man lose Blätter, Broschüren und anderen analogen Papierkram sammeln kann, ohne das Zeug abheften zu müssen und die man wie einen Aktenordner in den Aktenschrank stellt. Herrlich: „Stehsammler“, „Aktenordner“, „abheften“, „Broschüren“, „Aktenschrank“, alles Begriffe, die es nicht mehr geben wird, in einem Satz.

Ich schweife ab. Wir abonnierten bereits damals seinerzeit sehr viele Magazine, waren Mitglied in vielen Verbänden, schrieben – so wie wir es auch heute noch tun – für viele Fachmagazine und bekamen entsprechend viele Belegexemplare. Ich dachte also an diesen Stehsammler in einem Aktenschrank bei Mandat, dessen Rücken die Aufschrift „Plagiate“ trug. In diesen Stehsammler kam alles hinein, was wir fanden, das andere bei uns abgeschrieben hatten und insbesondere waren dies unterschiedlichste Varianten der „Prozesse-Landschaft“, wie wir sie nennen.

Es gibt die Prozesse-Landschaft inzwischen unter Dutzenden unterschiedlichen Namen und den Modellen, die aussehen wie das unsere, ist gemein, dass sie bei uns, bei Mandat, kopiert wurden, denn unser Gründer hat das Basismodell der Prozesse-Landschaft seinerzeit in seiner Dissertation entwickelt, die 1991 erschien und bereits zuvor war der Mandat-Gründer mit der Prozesse-Landschaft seit Ende der 1980er Jahre in vielen Vorträgen unterwegs.

Unternehmerische Reife erhielt die Prozesse-Landschaft dann in der Anwendung, in der Beratung unserer Klienten. Die Prozesse-Landschaft und das dahinterliegende Gedankengut wurde bekannter, manche kopierten sie dreist, manche subtiler und wir sammelten fleißig „Plagiate“. Wir ärgerten uns manchmal über die Dreistigkeit und ich muss gestehen, dass ich auch irgendwann einmal einen rechtlichen Rat einholte, um mich zu erkundigen, ob wir gegen solche Plagiate vorgehen könnten, um mich belehren zu lassen, dass dies in der Regel aussichtslos sei.

Der Stehsammler wurde voller und voller und irgendwann haben wir ihn entsorgt, weil wir selbst aus dem „Aufregen“ herausgewachsen waren. Wir sahen Kopien fortan als Anerkennung. All das begann übrigens bevor Hammer und Champy sich mit „Business Process Reengineering“ beschäftigten.

Warum waren wir zunehmend gelassen? Weil es ähnlich ist wie mit einem Klavier: Nur weil man ein Klavier im Haus hat, kann man es noch lange nicht spielen und so ist es auch mit Methoden. Die Virtuosität, die wir im Umgang mit dem Instrument „Prozesse-Landschaft“ entwickelt hatten und haben, kann uns niemand nehmen. Die wertschöpfenden Abläufe eines beliebigen Unternehmens auf einer Seite management-, investoren- und gesellschaftertauglich abzubilden, die Tiefe, die wir erreichen, um die Defizite und die erforderlichen Maßnahmen an den Schnittstellen aufzudecken, die Möglichkeit, aus den Hauptprozessen in weitere Ebenen hinabzusteigen, wenn es erforderlich ist, das ist etwas, das man nicht so einfach kopiert, indem man ein Bildchen malt.

Ich werde nie vergessen, was der Vorstand eines Unternehmens sagte, als er die Prozesse-Landschaft sah, die wir mit ihm und seinen Mitarbeitern aus unterschiedlichsten Bereichen erarbeitet hatten, ausgedruckt auf DIN A 0 und präsentiert in unserem Studio bei Mandat: „Es ist das erste Mal, dass ich mein Unternehmen mit Hilfe einer einzigen Seite erklären kann. Das ist wichtig, denn das Abstraktionsvermögen mancher hört nach dem Guten-Morgen-Sagen auf.“

Sie hören es oft von uns: „Die Euro-Millionen sind in den Schnittstellen verborgen“. Die Kraft der – inzwischen natürlich weiterentwickelten – Prozesse-Landschaft ist noch immer ungebrochen, sie hat schon viele Millionen Euro gehoben.

Wie sieht Ihre Prozesse-Landschaft auf einer Seite aus? Was leiten Sie daraus ab?

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer

Guido Quelle

Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 499: Die Kraft der Leere

Mandat Wachstums-Wochenstart® Nr. 499: Die Kraft der Leere

Bei uns daheim geht ein erhebliches Renovierungsprojekt in die Endphase. Ich will Sie nicht mit Einzelheiten vertraut machen, nur insoweit, dass wir eine gesamte Etage unseres Hauses komplett leerräumen mussten, damit die Renovierung erfolgreich stattfinden konnte. Buchstäblich: Leer. Alles raus. Alle Lampen ab. Alle Möbel, Bilder, Lampen mussten woandershin, jeglicher Inhalt musste in Kartons verpackt und verstaut werden. Selbst die Fußleisten mussten demontiert und aufbereitet werden. Es war wie ein (Teil-) Umzug, gefühlt sogar noch aufwendiger.

Eine solche Großrenovierung oder ein Umzug sind exzellente Gelegenheiten, um darüber nachzudenken, welche Gegenstände man eigentlich in der Hand hält – sofern man das Einpacken selbst vornimmt, was wir getan haben. Meiner Frau und mir wurde an vielen Stellen bereits beim „Einkartonieren“ klar: „Das wird nicht wieder eingeräumt“. Zum Ausmisten war beim Leerräumen aus unterschiedlichen Gründen keine ausreichende Zeit vorhanden, aber das Einräumen, das haben wir uns vorgenommen, wird unter ganz besonderen Selektionskriterien stattfinden. Die leeren Räume, die nun völlig neu aussehen, geben auch der Frage nach dem einen oder anderen „Warum“ eines Möbels oder eines Arrangements Raum. Zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Wochenstarts freuen wir uns darauf, genau nicht alles wieder an seinen Platz zu stellen, sondern Dinge auszusondern, anders zu arrangieren, Plätze anders zu nutzen. Die Leere der Räume hat auch die Fantasie in Bezug auf zumindest teilveränderte Nutzung angeregt.

Dieses Bild, das wir privat derzeit „live“ erleben, ist auch immer Gegenstand der Wachstumsinitiativen, die wir mit unseren Klientenunternehmen angehen. Wie viele Strategieprojekte springen zu kurz, weil man sich nicht die Zeit nimmt, über Neues, sondern nur über Justiertes nachzudenken? Wie viele Projekte zur Prozessreorganisation könnten eine viel höhere Leistung bringen, wenn man sich vom Optimieren der Einzelprozesse löst und zur Neugestaltung der Prozesse-Landschaft durchringt? Wie viele Initiativen zu einer höheren Kraft und Wirksamkeit des Vertriebs kommen mit einem „mauen“ Resultat daher, weil statt auf Effektivität nur auf Effizienz geschaut wurde?

Zum Renovieren und Neugestalten des Unternehmens gehört viel mehr Mut als zum Renovieren und Neugestalten eines Hauses, zugegeben. Die Hausrenovierung ist gegenständlich, planbar, greifbar, das sind die Umgestaltung des Unternehmens und die Zukunftsarbeit nicht. Aber manche Unternehmen trauen sich nicht einmal, das Gewohnte auf dem Papier oder in der Diskussion radikal in Frage zu stellen. Nun wissen wir, dass es eines mutigen Bildes bedarf, um große Schritte zu gehen. Wie aber soll das gehen, wenn der Mut schon vor dem Gedanken endet?

Das genau ist etwas, das unsere Klienten in der Arbeit mit uns mögen: Dass sie mit uns in der strategischen Erörterung auch den Gedanken nachgehen können, die nicht unmittelbar auf der Hand liegen, dass es nicht nur um Optimierung gehen muss, sondern auch um Neues gehen kann und soll. Ich will hier keine Werbung machen, aber ich möchte Sie ermutigen, die Kraft der Leere, die Kraft des leeren Papiers, des leeren Flipcharts, des leeren Bildschirms zu nutzen, um im engsten Kreis strukturiert zu diskutieren, was erstrebenswert und denkbar wäre, was Ihr Unternehmen in eine ganz neue Dimension bringen könnte und ich möchte Sie ermuntern, daraus einen regelhaften Prozess zu machen.

Also: Wann beginnen Sie?

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer

Guido Quelle


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© 2021, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbH, Dortmund, London, New York.
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Lexikon des Chefwissens: „#Prozesse-Landschaft“

Ob Unternehmensvision, Wachstumsstrategie, Prozessoptimierung oder Kostenführerschaft – gemeinsam mit dem Onlineportal „Die Deutsche Wirtschaft“ haben wir 17 Begriffe ausgewählt, die in besonderem Maße relevant sind, wenn es um das Schaffen von profitablen #Wachstum von innen heraus geht, in Kurzvideos erläutert und mit Beispielen versehen.

In maximal 3 Minuten erhalten Sie mindestens eine Begriffsdefinition – jedoch vor allem #Gedankenanstöße für das eigene Unternehmen, Gesprächsstoff für interne Arbeitstreffen und Austauschgespräche sowie #Umsetzungsimpulse für Ihr Team.

Klicken Sie auf das Bild, um die Episode „Prozesse-Landschaft“ anzusehen:

Episode 13: Erfolg

Und in der kommenden Woche?

Am nächsten Donnerstag erwartet Sie die Episode „Prozessoptimierung“.

Wenn Sie das heutige Thema vertiefen möchten, Anmerkungen oder Nachfragen haben, zögern Sie nicht, mich anzusprechen.

Ihr
Guido Quelle

© 2018, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbH, Dortmund, London, New York.