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Mandat Wachstums-Wochenstart Nr. 441: Zielklarheit, Dankbarkeit und noch einiges anderes

Mandat Wachstums-Wochenstart Nr. 441: Zielklarheit, Dankbarkeit und noch einiges anderes

Donnerstag, 1. Oktober 2020, kurz vor 9 Uhr: Zurück von einer Tour mit dem Reisemobil zur Deutschen Leonberger Clubschau – Open Air, mit strengem Corona-Hygienekonzept – sitze ich am Schreibtisch und erinnere mich daran, dass ich noch einen – diesen – Wochenstart zu verfassen habe, damit Vanessa ihn für Montag zum Versand vorbereiten kann. Hm, worüber schreibe ich? Was ist mir aufgefallen? Themen gibt’s genug, also schreibe ich über das „streckende“ Produkt? Über die Frage, was man tun muss, um so zu erscheinen, wie man gesehen werden möchte? Mit beiden Themen sind Erlebnisse verbunden.

Halt, welches Datum ist heute? Der 1. Oktober. Kurze Denkpause. Heute vor dreißig Jahren begann mein Weg bei und mit Mandat. Heute vor dreißig Jahren, an einem Montag, trat ich meinen Dienst als studentische Hilfskraft an, total gespannt darauf, was mir bei Mandat begegnen würde. Die Zusage für die Stelle hatte ich just ein paar Tage zuvor erhalten.

Dreißig Jahre, 10.958 Tage, mehr als mein halbes Leben lang arbeite ich für und mit Mandat. Ich habe Dutzende Kolleginnen und Kollegen kommen und gehen sehen, bin den Weg Studi, Berater, Geschäftsführer, Gesellschafter, Alleingesellschafter gegangen und habe im letzten Jahr erste Anteile abgegeben, um gemeinsam mit meinen Kollegen Linda und Fabian sicherzustellen, dass Mandat weitere Gesellschafter bekommt, die dafür sorgen, dass Mandat stets top leistungsfähig ist. Wir haben heute ein Team, das ich mir besser kaum wünschen könnte. Dreißig, drei, null, Jahre …

Aber, wollen wir nicht zu sentimental werden. Was ist mein Punkt? Ich habe auf diesem Weg als Berater zahlreiche Job-Angebote bekommen, von Klienten und von Headhuntern. Es waren stets hochdotierte und hochinteressante Jobs als Bereichsleiter, Geschäftsführer, Vorstand und ich habe all die Angebote immer wieder – nach reiflichem Überlegen und Austausch mit meiner Frau – höflich dankend abgelehnt, stets mit dem Hinweis, ich sei bei Mandat „noch nicht fertig“. Manche meiner Freunde fragten mehr oder weniger direkt, ob ich noch alle Tassen im Schrank hätte.

Jawohl, hatte ich, und zwar sehr geordnet. Mir war glockenklar, dass ich bei und mit Mandat meine eigenen Ziele wesentlich besser verfolgen können würde, als anderswo. Ich wollte nämlich frei arbeiten, ohne große Zwänge, wollte konzeptionell und umsetzend direkt mit Klienten arbeiten, wollte ein eigenes Unternehmen entwickeln, wollte promovieren, Hochschullehrer werden, ehrenamtlich arbeiten und wollte – im übertragenen Sinne – niemanden fragen müssen, ob ich Urlaub bekommen kann. Die Selbstbestimmtheit des Handelns, das war mir enorm wichtig. Überdies war Mandat eine ganze Weile lang von mir allein abhängig, mein Weggang hätte das Ende des Unternehmens bedeutet.

Heute sind viele meiner damaligen Ziele erreicht, ich habe natürlich neue, die gehören aber nicht hierher, darüber kann ich dann in dreißig Jahren schreiben, ich hoffe, Sie lesen dann noch mit – oder lassen es sich vorlesen. Ich blicke heute auf eine starke Mannschaft, auf gemeinsam gelebte Werte, auf viele, viele Klientenunternehmen, die in der Zusammenarbeit mit uns noch erfolgreicher geworden sind, als sie es schon waren, auf Dutzende und Aberdutzende O-Töne, Video-Statements und Briefe, die Auskunft darüber geben, wie zufrieden unsere Klienten mit uns waren und sind. Ich blicke heute darauf, dass wir stolz auf all unsere Klienten sind.

Das macht mich dankbar.

Was nehmen wir also heute mit in Sachen Wachstum? Ein paar bekannte Dinge, die aber gar nicht oft genug benannt werden können: Klarheit (die viele gar nicht haben!) über den eigenen Antrieb ist der stärkste Motor, es bedarf dringend der Zielklarheit, um Entscheidungen bewusst zu treffen und gelegentlich einmal dankbar auf das Geschaffene zu schauen, ohne sich dabei „abzufeiern“, ist wichtig, um das große Ganze im Auge zu behalten.

Sie alle, die Sie diesen Wochenstart lesen, sind Teil der Mandat-Wachstumsgemeinschaft. Für Sie alle tun wir das. Ihnen und Euch allen eine gute Woche! – und nächsten Montag gibt’s wieder etwas noch Fachlicheres …

Ihr und Euer

 

Guido Quelle

 

 


Die Frage der Woche:

„Wie schätzen Sie die Zielklarheit Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter insgesamt ein? “

Um an der Umfrage teilzunehmen klicken Sie einfach auf: Wachstumsfrage der Woche

 

In der letzten Woche haben wir gefragt: „Unser Unternehmen ist in Sachen Kundenservice…“

Ihre Antwort:

  • extrem schnell und verlässlich. – 82 %
  • durchschnittlich. – 18 %
  • verbesserungswürdig. – 0 %
  • stark verbesserungswürdig. – 0 %

 

Balance


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Mandat Wachstums-Wochenstart Nr. 392: Die Wirkungsminderung der Doppelspitze

Wachstums-Wochenstart

Mandat Wachstums-Wochenstart Nr. 392: Die Wirkungsminderung der Doppelspitze

Was haben die Grünen, die SPD, SAP und manche andere Organisationen und Unternehmen gemein? Richtig: Sie haben oder wollen eine „Doppelspitze“.

Allein der Begriff ist schon irreführend. Es gibt keine „Doppelspitze“. Entweder, wir haben zwei gleich große Spitzen, die dann aber nicht auf denselben Punkt wirken oder eine Spitze ist spitzer oder länger oder … Auch wenn jemand mir nun versucht, zu erklären, warum es physikalisch doch gehen mag, hat die Doppelspitze an einer wachstumsstarken Organisation nichts verloren. Warum? Weil die Wirkung der Organisation gemindert wird. Doppelspitze ernstgenommen bedeutet die Gefahr eines extrem hohen Abstimmungsbedarfes und möglicherweise ein Entscheidungs- oder Abstimmungspatt mit irgendwelchen Kompromissen. Das ist unerquicklich und unnötig.

Eine oder einer sollte die Letztentscheidung fällen, das erhöht die Geschwindigkeit und verschnellt die Lernkurve. Nicht, dass Unternehmen und Organisationen mit einer sogenannten Doppelspitze nicht erfolgreich sein können. Die Frage ist aber: Wie erfolgreich wären sie, wenn intern sehr wohl diskutiert und dann von der Einzelspitze nach Anhörung aller Meinungen entschieden würde? Man weiß es nicht, man kann es nicht beweisen.

Wer stellt sich der Presse? Wie sind die Ressorts „gerecht“ aufgeteilt? Die Person, die mit der Presse regelhaft spricht, ist de facto die Spitze. Wer spricht mit Analysten über die Strategie? Das gleiche Thema. Oder tauchen dann immer zwei Personen auf?

Ich stelle eine zunehmende Konsens-Sehnsucht in Unternehmen und Organisationen fest und diese ist nicht immer der Weiterentwicklung dienlich. Zu Führung gehört es auch, unangenehme Entscheidungen zu treffen und nicht bis zum Sankt-Nimmerleinstag zu debattieren. Der gern genommene Geschlechterausgleich durch Bildung einer Doppelspitze ist auch ein Scheingefecht. Warum führt die Organisation nicht einfach eine Frau? Warum muss ein Mann dabei sein? Oder ist der Mann doch die führende Figur und die Frau die Quotenfrau?

Nein, bitte senden Sie mir jetzt keine Mails zur Genderdiskussion, das geht in der Regel nach hinten los. Was ich herausarbeiten möchte ist, dass eine Doppelspitze in der Regel nicht die Wirkung entfaltet, die benötigt wird, wobei wir noch gar nicht auf die Unternehmensspitze schauen müssen, sondern auch in Projekten schauen können: Warum gibt es zwei Projektleiter? Das ergibt keinen Sinn. Warum zwei Auftraggeber? Das ergibt ebenso wenig einen Sinn.

Organisatorische Klarheit wird auch in der Führung geschaffen. In der Regel bildet sich bei einer Doppelspitze ohnehin ein/e Anführer/in heraus. Dann kann man auch gleich den Mut haben, diese Person zur Spitze zu ernennen.

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer
Guido Quelle

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Mandat Wachstums-Wochenstart #63: DAS Wichtigste

Ihr Fokus in dieser Woche: Stellen Sie fest, was DAS Wichtigste ist und konzentrieren Sie sich genau darauf.

Natürlich gibt es in einer (Arbeits-)Woche immer viele sogenannte „wichtige“ Themen. Eines aber ist DAS Wichtigste – und zwar unabhängig davon, ob es sich um ein berufliches oder um ein privates Thema handelt. Wenn die Prioritätsstufen aber nur noch „wichtig“, „besonders wichtig“, „wichtig und dringend“ und „sofort zu erledigen“ heißen, wird es nichts mit dem Vorankommen.

Entscheiden Sie also: Was ist DAS Wichtigste in dieser Woche? Nicht zwei Themen, sondern eines. Was ist DAS Thema, das Sie auf jeden Fall abschließen wollen? Oder, wenn Sie DAS Wichtigste nur einen Schritt voranbringen wollen: Was ist das Ziel, das bezüglich DES Wichtigsten in dieser Woche erreicht werden soll?

Dieser Fokus auf DAS Wichtigste wird Ihnen eine bemerkenswerte Klarheit geben. Probieren Sie es aus.

(c) 2013, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbH