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Mandat Wachstums-Wochenstart Nr. 743: Wachstum? Geht gerade nicht.

„Der deutsche Markt ist ausgereizt!“, „Die Wettbewerber retten sich nur noch durch Preissenkungen!“, „Erklären Sie mir ‘mal, wie man bei diesen Rahmenbedingungen wachsen soll!“

Jawohl, die meisten Märkte stehen gerade unter Stress. Und doch: Es werden Lebensmittel gekauft, es werden langlebige Konsumgüter gekauft, es werden Renovierungen vorgenommen, es wird gebaut, es werden Investitionen getätigt, Maschinen müssen am Laufen gehalten werden, also werden Instandhaltungsprodukte gekauft und Dienstleistungen beauftragt. Menschen gehen zum Friseur, kaufen Kleidung, gehen ins Kino, fahren in den Urlaub, gehen zum Arzt, zum Optiker, in die Apotheke, schließen Versicherungen ab, investieren in die Altersvorsorge.

Und wir beraten Unternehmen zu deren gesundem profitablen Wachstum.

Es findet also Wertschöpfung statt. Es ist mitnichten so, dass die Märkte stillstehen. Ja, es mag Verschiebungen geben, manche Vorhaben mögen auch ein wenig in die Zukunft geschoben werden, aber mein Punkt ist und bleibt derselbe: Es findet Markt statt.

Aus meinen Ausführungen nach der unseligen Corona-Zeit konnten Sie entnehmen, dass alle unsere Klienten, von denen es uns bekannt war – und das waren einige – besser aus der Pandemie herausgekommen sind als der vergleichbare Wettbewerb. Nicht alle haben es mit tiefschwarzen Zahlen geschafft, aber in mancher Branche war ein geringerer Verlust als der Wettbewerber schon ein „Erfolg“.

Wie damals betone ich heute, dass dieses bessere Abschneiden nicht ausschließlich auf uns zurückzuführen ist, aber ich möchte verdeutlichen, dass es sehr wohl etwas mit unserer gemeinsamen Arbeit zu tun hat – und unsere Klienten sagen das auch. Es macht nämlich einen Unterschied, ob man sich regelmäßig mit der Strategie und deren Umsetzung beschäftigt oder ob man das erst dann tut, wenn man mal wieder Druck verspürt. Auf allen Vorträgen – nicht nur während der damaligen Pandemie – habe ich verdeutlicht, dass es wichtig ist, vor der Krise mit der Strategieumsetzung zu beginnen und nicht erst in der Krise.

Die, die erst spät in einer Krise beginnen, die Wachstumsstrategie umzusetzen, staunen dann, dass diejenigen, die bereits weit voraus waren, viel erfolgreicher sind. Das macht uns und unseren Klienten regelhaft Freude.

Viel Freude hatten wir auch jüngst mit Abschluss eines Wachstumsprojekts. Unser Klient verzeichnet für das abgelaufene Geschäftsjahr ein Wachstum von sieben Prozent. „Sieben Prozent? Klingt nicht so viel!“, könnten Sie ausrufen. Gut, dann kommen wir zur Rahmenbedingung: Wir finden, dass sieben Prozent Wachstum in einem insgesamt rückläufigen Markt eine sehr beachtliche Leistung ist. Unser Klient sagt auch, dass dies direkt mit unserer gemeinsamen Arbeit zusammenhängt. Dass das Wachstum nicht auf Kosten gekaufter Marktanteile entstanden ist, sondern sich profitabel darstellt, sei der Vollständigkeit halber erwähnt.

Lassen Sie sich nicht ins Bockshorn jagen: Natürlich ist profitables Wachstum in jedem Markt möglich. Es ist eine Frage des Willens, des Investments von Zeit und Geld und eine Frage der Durchsetzung.

Warten heißt verlieren.

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer

Guido Quelle

Mandat Wachstums-#Wochenstart Nr. 302: Der böse Wettbewerb

Wenn wir mit Unternehmen an deren gesundem profitablen Wachstum arbeiten, spielt nahezu immer auch der Vertrieb eine Rolle. Kein Wunder, soll hier doch schließlich „Markt gemacht“ werden, wie es so schön heißt. Dass aus dem Vertrieb unserer Erfahrung nach häufig Bedenken gegen Veränderungen geäußert werden, haben wir schon mehrfach thematisiert – ein nahezu untragbarer Zustand, denn wie will man „Markt machen“ mit einer Truppe, die alles andere will, als den gegenwärtigen Zustand zu verändern? Auch dafür finden wir in unseren Beratungsmandaten mit unseren Klienten regelhaft Antworten.

Heute möchte ich auf eine spezielle Ausprägung mangelnder Veränderungsbereitschaft aufmerksam machen, die Ihnen sicher auch schon begegnet sein wird: Die Sicht auf den Wettbewerb. Hier ist, was uns regelhaft begegnet: Der größte Wettbewerber wirbt unsere Leute ab, ein regionaler Wettbewerber hat die Preise drastisch gesenkt und baggert an unseren Kunden, ein Quereinsteiger taucht am Markt auf und mischt alles durcheinander, ein maßgeblicher Wettbewerber hat die besseren Produkte und „die Chinesen“ dürfen auch nicht fehlen, denn die kaufen sich den Markt. Wenn der böse Wettbewerb nicht wäre, wäre eigentlich alles gut.

Das ist eine Opfermentalität, die wir häufig in – durchaus erfolgreichen! – Unternehmen antreffen, die meinen, etwas zu verteidigen zu haben, das sie sich in der Vergangenheit hart erarbeiten mussten. Vergessen wurde in jenen Unternehmen häufig, dass der Zeitraum der Markteroberung in der Vergangenheit auch durch einen gewissen Sportsgeist gekennzeichnet war. Vergessen wurde, dass sich der Wettbewerb seinerzeit über das eigene Unternehmen geärgert hat – und das auch zu Recht und mit Absicht!

Warum sind die Unternehmen, die sich über den bösen Wettbewerb beklagen nicht selber genau das: Der böse Wettbewerb – für die anderen? Es ist eine Frage der Sichtweise. Raus aus der Opferrolle, hinein in ein wirksames Nach-Vorne-Denken. Wir helfen vielen Klientenunternehmen dabei, genau dies zu drehen und wissen Sie, was? Es macht ungeheuer viel Freude, gemeinsam zu erkennen, dass sich etwas tut, dass wieder Aufbruch entsteht, dass der böse Wettbewerb wieder massiv geärgert wird.

Wachstum entsteht nicht in der Opferrolle. Gesundes profitables Wachstum entsteht nur, wenn gemeinsam nach vorne gedacht und gehandelt wird. Nicht verwalten, gestalten!

Aufwachen! Es ist Zeit.

Ihr und Euer
Guido Quelle

 

 

© 2018, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbH, Dortmund, London, New York.
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