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Mandat Wachstums-Wochenstart Nr. 396: Fasse dich kurz

Wachstums-Wochenstart

Mandat Wachstums-Wochenstart Nr. 396: Fasse dich kurz

Wachstum lebt auch von Präzision und manchen Menschen gelingt es einfach nicht, sich kurz zu fassen. Wenn man ihnen eine Frage stellt, geben sie immer eine episch lange Antwort, die nicht immer sachdienlich ist oder das Thema trifft. Aber selbst, wenn die Antwort thematisch treffend ist, verwässert der Inhalt, wenn die Botschaft zu lang ist.

Auch in Wachstumsinitiativen, die wir mit unseren Klienten durchführen, begegnet uns die Forderung nach „Fasse Dich kurz“ häufig. Ein Klassiker sind Antworten auf digitale Fragen: „Haben Sie das Arbeitspaket erledigt?“ – „Ich hatte gestern noch so viel auf dem Schreibtisch, Sie wissen ja, die neue Vertriebsinitiative fordert Zeit, letzte Woche war ich krank und meine Mitarbeiter sind zu zwei Dritteln im Urlaub, ich musste viele selbst vertreten, überdies habe ich noch eine Frage zu dem Arbeitspaket, die muss ich noch mit Herrn xy klären und ich bin auch aktuell gar nicht mehr so sicher, was sich hinter dem Arbeitspaket verbirgt und …“

Stopp! Die erwartete Antwort ist „Ja“ oder „Nein“. Es besteht aktuell kein Grund zur Erläuterung und schon gar nicht zur Rechtfertigung.

Auch gerne genommen sind überbordende Checklisten, nach dem Motto „Ich schreibe einmal alles auf, was ich weiß“ – Oft vermutlich gedachter Zusatz: „… es kann sich zwar unmöglich jemand merken, aber besser ist besser.“ Es ist aber ein Irrtum, dass alles aufgeschrieben oder gesagt werden muss. Ich habe bei meinen Vorträgen von meinen Coaches gelernt: „Sagen Sie Ihren Zuhörern nicht alles, was Sie wissen, sondern sagen Sie Ihnen, was sie wissen müssen.“ Das, indes, bedarf des Hineinversetzens in das Gegenüber: Was muss mein Gegenüber jetzt wissen, was sind die wichtigsten Dinge, die derjenige jetzt sofort anwenden kann?

Diese Art der empfängerorientierten Kommunikation beschleunigt Meetings, insbesondere Projektreviews ungemein. Sie macht Strategien verständlicher und Wachstumsinitiativen wirksamer. Außerdem erinnert man sich an diejenigen, die in der Lage waren, ein paar wenige, aber wirksame Punkte zu machen.

Bevor ich das erste Mal in die USA flog, fragte ich Menschen, die viel in andere Zeitzonen fliegen, was zur Vermeidung von Jetlag wichtig ist. Von einem Kollegen aus Australien bekam ich drei Tipps: a) Stelle Deine Uhr auf die Zielzeit ein, b) trinke extrem viel Wasser an Bord, c) folge dem Tag des Zielortes, egal in welche Richtung Du fliegst. Ich habe diese Tipps seither immer beherzigt und bin außerordentlich gut damit gefahren. Sind das alle möglichen Tipps und könnte ich inzwischen als erfahrener Vielflieger noch viele Tipps addieren? Klar, aber wenn ich gefragt werde, nenne ich diese drei.

Wie verkürzen Sie langatmige Ausführungen? Wir sehr sind Ihre Verkaufsunterlagen, Besprechungsprotokolle, Strategiepapiere auf den Punkt? Überarbeiten Sie langatmige Dokumente, unterbrechen Sie ausschweifende Ausführungen. Sie werden sich über die Wirkung wundern.

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer
Guido Quelle

 

Die Frage der Woche: „Sind Sie mit der Geschwindigkeit zufrieden, mit der bei Ihnen Veränderungen umgesetzt werden?“ Um an der Umfrage teilzunehmen klicken Sie einfach auf: Wachstumsfrage der Woche

In der letzten Woche haben wir gefragt „Denken Sie, unser heutiges Bildungssystem unterstützt unsere unternehmerischen Anforderungen gut genug?“ Ihre Antwort: „Ja“ sagten 3,9 % und „Nein“ denken 96,1 %

 

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© 2019, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbH, Dortmund, London, New York.
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Mandat Wachstums-Wochenstart #71: Machen Sie einen Punkt

Wenn Sie das nächste Mal eine längere Ausführung vorhaben, um jemandem etwas zu erklären, machen Sie nach einem Fünftel der Zeit, welche die Ausführung / Erklärung haben würde, wenn Sie sie „aus dem Bauch heraus“ abgäben, einen Punkt. Und eine Pause.

… … …

Meist sind weitschweifige Ausführungen weder erforderlich noch hilfreich. Zu häufig entstehen Wiederholungen, weil der Sender meint, der Empfänger habe seine Botschaft noch nicht verstanden. Der beste Test ist aber, nach einem Stopp abzutesten, ob der Empfänger nicht vielleicht doch schon alles begriffen hat. Das ist erfreulich häufig der Fall. Auch werden Sie feststellen, dass Ihr Empfänger oft Fragen hat, an die Sie in Ihrer Erläuterung gar nicht gedacht haben.

Probieren Sie es aus. Neben der Präzision, die Sie erzielen, sparen Sie auf diese Weise auch noch Zeit.

(c) 2013, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbH