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Mandat Wachstums-Wochenstart Nr. 752: So geht Team

Alle reden von Team. „Wir sind ein großes Team.“ – „Wir sind eine Familie.“ – „Wir halten zusammen.“ Und wenn es dann mal drauf ankommt? Feierabend, große Leere, keiner mehr da. Von wegen „Team“.

Situationen wie die folgende sind echte Prüfsteine für die Frage, ob man ein Team ist oder nicht. Team bedeutet ja, dass jeder auch ein Interesse am Erfolg des anderen hat, Hochleistungsteam bedeutet: „Wenn einer von uns scheitert, scheitern wir alle“.

Doch der Reihe nach:

Wir haben bei Mandat im Jahr 2023 das Format „Mandat-Zukunftsdialoge“ erfunden. Wir treffen uns bei einem Klientenunternehmen oder einem Unternehmen, das uns auf andere Weise nahesteht, an einem Nachmittag, 16 oder 17 Uhr, für vier Stunden und sprechen über die unternehmerische Zukunft, über Wachstum, über Nachfolge, über Unternehmertum. Teilnehmer sind – neben der Unternehmensführung des Gastgebers – acht bis fünfzehn Unternehmer, Geschäftsführer, Vorstände, meist aus dem regionalen Umfeld. Wir wollen sprechen, keine Großveranstaltung. Und wir wollen über Zukunft sprechen, nicht lamentieren, denn sonst hieße das Format ja „Mandat-Lamentogespräche“. Lamentiert wird genug.

Zukunftsdialog Waldemar Behn - Guido Quelle

Bisher waren fast 200 Teilnehmer bei den Zukunftsdialogen und wir waren schon an tollen Orten. So sollte es auch am vergangenen Mittwoch sein. Geplant war, dass Mittwochnachmittag der Mandat-Zukunftsdialog zu Gast bei der Waldemar Behn GmbH in Eckernförde stattfinden sollte, den meisten sind das Produkt ‚Kleiner Feigling‘ und einige der vierzehn anderen Spirituosen- und Likörmarken bekannt; außerdem gehören ein großer Getränkefachgroßhandel und eine österreichische Tochtergesellschaft für Nahrungsmittel zum Familienunternehmen.

Alles war tipptopp vorbereitet, alle freuten sich. Aber: am Dienstagvormittag stand plötzlich alles in Frage.

Linda und Fabian, die für Mandat den Zukunftsdialog leiten wollten, waren derart erkrankt, dass sie nicht reisefähig waren, und der Zukunftsdialog stand auf der Kippe. Als ich es erfuhr, textete ich Linda: „Gib mir eine halbe Stunde“. Guter Rat war teuer. Was wollten wir machen? Absagen? Verschieben? Fünfzehn Enttäuschungen erzeugen? Oder doch machen? Aber wie?

Der Mittwoch sollte mein erster Urlaubstag sein, also stimmte ich mich mit meiner lieben Frau, Susanne, ab, die – wie so oft, eigentlich sollte ich „wie immer“ sagen – einverstanden war, dass ich den Tag investieren würde. Aber allein? Es ist misslich, eine solche Veranstaltung als Einzelner sowohl inhaltlich zu gestalten als auch organisatorisch zu betreuen. Wer könnte mitkommen? Moritz? Abflug in den Urlaub am Mittwochnachmittag. Pascal und Sebastian? Bei Klienten in Konstanz. Kerstin und Dennis? In der Nachbereitung des Internationalen Marken-Kolloquiums. Ana? Abreise in den Urlaub am Mittwoch. Also drehte Anne ihren Mittwoch „auf links“ und sagte zu, mich zu begleiten. Unterstützt wurden wir aus der Ferne von Linda, Ana und Dennis, die uns Vorbereitungsmaterial sandten, denn für uns war es ja „Impro“.

Zusammen fuhren wir nach Eckernförde, hatten einen tollen Zukunftsdialog mit Familie Behn – vielen Dank an Euch, lieber Rüdiger, liebe Lisa und lieber Asmus, Ihr lest hier ja mit – und weiteren Unternehmern und Geschäftsführern aus dem Norden. Einstieg, etwas noch Geheimes, Produktionsbesichtigung, inhaltlicher Impuls, Eingehen auf Fragen, was gesprochen wurde, sollte im Raum verbleiben. Das war klasse. Danach hieß es für Anne und mich, zurück nach Dortmund, wo wir noch vor ein Uhr morgens ankamen. Let’s call it a day.

So geht Team. Nicht quatschen. Machen. Bin sehr happy.

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer

Guido Quelle