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Mandat Wachstums-Wochenstart Nr. 741: Lust auf Zukunft

Ich bin ein Fan von Einstein. Sein Satz „Ich weiß, weshalb die Menschen es lieben, Holz zu hacken: Man sieht sofort das Ergebnis“ ist das Eingangszitat meiner Dissertationsschrift, „Ich taste mich voran“ ist einer der Sätze, der mir als erstes einfällt, wenn sich ein Thema wieder einmal deutlich hinzieht (ja, das kommt auch bei mir und uns vor).

Einsteins offensichtliche Auffassung, dass Qualität vor Quantität geht, äußerte sich auch darin, dass seine Dissertation „Eine neue Bestimmung der Moleküldimensionen“ ganze 17 Seiten lang war. Die Dissertation wurde zunächst zurückgesendet, mit dem Hinweis, sie sei zu kurz. Einstein ergänzte sie um einen Satz und sie wurde angenommen. Zum Vergleich: Meine Dissertation ist 222 Buchseiten lang (Helvetica, 10 Punkt (!)), mit über 495.000 Zeichen (als Zweitauflage erschienen in der Reihe „Mandat-Campus®“, Band 0).

Einstein hat viele Zitate hinterlassen und über ein spezielles möchte ich in diesem Wochenstart mit Ihnen und Euch nachdenken:

„Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich, zu leben.“

Als Berater, der sich seit über 35 Jahren mit den Themen „Strategie“, „Wachstum“ und damit untrennbar mit dem Thema „Zukunft“ beschäftigt, liegt mir dieser Satz sehr am Herzen. Diejenigen von Ihnen und Euch, die meinen Wochenstart schon länger lesen, wissen, dass ich der Auffassung bin, dass wir zwei besonders knappe Güter haben: Gesundheit und Zeit.

Heute geht es mir um die Zeit. Sie ist theoretisch unendlich und es ist ihr egal, was wir mit ihr machen. Der Begriff „Zeitmanagement“ schlägt fehl, denn wir können die Zeit nicht managen. Unsere Zeit ist aber nicht unendlich und deswegen sind wir gut beraten, sie sinnvoll einzusetzen. Genau darum geht es mir. Ich finde, dass das Bejammern der Gegenwart, das Hadern mit der Vergangenheit und das Lamentieren über Dinge, die wir nicht beeinflussen können, echte Zeitverschwendungen sind.

Viel interessanter finde ich es, wenn wir richtig Lust auf Zukunft machen, wenn wir uns Gedanken machen, wie wir das, was wir aktuell in der Gegenwart vorfinden, bestmöglich nutzen, um eine tolle Zukunft zu schaffen. Pfeif‘ auf die Vergangenheit, sie ist wie sie ist und wir können sie nicht mehr ändern. Ja, die Rahmenbedingungen. Schwierig, schwierig. Aber: Für alle gleich, also seien wir doch erstmal besser, schneller, pfiffiger als andere, stellen wir uns dem Wettbewerb.

In den Unternehmen, mit denen wir arbeiten, konzentrieren wir uns auf das Gestaltbare und wir arbeiten an einer tollen Zukunft. Dazu gehört auch, die Mitarbeiter für eine solche tolle Zukunft zu gewinnen, aber das ist leichter als man meint, denn Freude an der Zukunft zu haben, das ist ein Bedürfnis, das in jedem schlummert. Wer will schon dahinvegetieren und auf das Unvermeidliche warten?

Also: Raus aus dem Verwalten, rein in das Gestalten. Wir haben es in der Hand, erzeugen wir Lust auf Zukunft – nicht nur in unseren Unternehmen! Was tun Sie dafür?

Auf eine gute Woche!

Ihr und Euer

Guido Quelle

Mandat Wachstums-Wochenstart Nr. 113: Wenn Sie Prioritäten setzen müssen, legen Sie sie auf den Vertrieb

Mandat WWS LogoWir alle müssen stets Prioritäten setzen. Das „Setzen“ allein bringt allerdings wenig, wenn die nachfolgenden Handlungen sich nicht an den Prioritäten orientieren. Im Unternehmen, in dessen Geflecht von Beziehungen, in seinem selten klaren Entscheidungsumfeld, gilt es, diese Prioritäten glasklar auf den Geschäftsausbau auszurichten. Der wiederum beginnt im Vertrieb.

Zu häufig habe ich erlebt, dass Vertriebsinitiativen nicht stattgefunden haben, halbherzig durchgeführt oder torpediert wurden, weil plötzlich andere Prioritäten im Raum standen. Die beste Geschäftsprozessoptimierung nutzt aber wenig, wenn ihr die Richtung fehlt und die muss durch den Markt gekennzeichnet sein.

Also: Restrukturierung, Reorganisation von Prozessen, organisatorische Veränderungen, interne Vereinfachungen: Ja, alles zu seiner Zeit (wir begleiten ja auch zahlreiche dieser Projekte), aber: Erstens bitte nicht bis zur letzten Schraube und zweitens mit klarem Fokus auf den Markt. Wenn eine Geschäftsprozessreorganisation stattfindet, genügen 80 Prozent meist, denn das Pareto-Prinzip gilt auch hier. Lieber richten Sie Ihre Kräfte auf den Vertrieb und auf dessen Schnittstellen in der Organisation, dabei werden sich andere Prozesse schon klären. Ist das unperfekt? Jawohl, aber wie sagte schon Einstein: „Lieber im Groben einigermaßen richtig, als im Detail perfekt.“

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Auf höchstem Niveau: Reservieren Sie sich einen der limitierten Plätze auf dem 11. Internationalen Marken-Kolloquium im Kloster Seeon. Diskussionen im kleinen Kreis auf Augenhöhe. Umfassende Informationen zu Referenten und Stimmen von Teilnehmern gibt es hier, oder per E-Mail an mich.

© 2014, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbH, Dortmund, London, New York.
© Sprinter: mezzotint_fotolia – Fotolia.com

Mandat Wachstums-Wochenstart #43: Übersehen Sie Kleinigkeiten

Ihr Fokus in dieser Woche: Übersehen Sie Kleinigkeiten.

Ein Tippfehler in einem veröffentlichten Fachbeitrag? Vielleicht sogar ein ganzer Satz nicht ideal formuliert? Ein Mitarbeiter hat den Termin für das interne Austauschgespräch versehentlich an einen Kunden vergeben? Die Schuhe, die Sie gekauft haben, wären im Nachbarort 10 Prozent günstiger zu haben gewesen? Hätten Sie Ihr Hotelzimmer bei Ihrer Kreditkartengesellschaft gebucht, statt direkt im Hotel, hätten Sie eine kostenfreie Mineralwasserflasche pro Tag und einen Massagegutschein bekommen?

Vergessen Sie es.

Der Tippfehler spielt keine Rolle, der Satz wird hinreichend gut sein, der Mitarbeiter hat zwar nicht richtig gehandelt, aber der Kunde ist wichtiger, von den 10 Prozent „Schuh-Ersparnis“ werden Sie weder reicher noch glücklicher und das Mineralwasser und die Massage können Sie selbst zahlen. Wenn Sie das nicht wollen, brauchen Sie beides nicht.

Überdies: Es ist alles geschehen, also kaum änderbar. Versuchen Sie sich gar nicht in umfangreichem Lamento.

Konzentrieren Sie sich mindestens in dieser Woche auf die großen, wichtigen Dinge. Übersehen Sie Kleinigkeiten. Seien Sie großzügig, sehen Sie über kleine Fehler, kleine Schwächen, hinweg. Halten Sie sich nicht mit dem Kleinkram auf, denn er addiert sich zu einem echten Zeitdieb.

Schauen Sie auf das große Ganze, denn das ist die Grundlage Ihres Wachstums. Auch Einstein sagte: „Lieber im Großen einigermaßen richtig als im Detail perfekt.“

(c) 2013, Prof. Dr. Guido Quelle, Mandat Managementberatung GmbH